Die Barrierefreiheit digitaler Anwendungen war lange nur eine Kür für moderne Unternehmen. Mit der EU-Richtlinie 2016/2102 ist sie seit September 2019 zur Pflicht geworden, schließlich müssen neue digitale Anwendungen seitdem barrierefrei sein, während bereits bestehende Anwendungen noch bis September 2020 Zeit haben. Mobile Anwendungen müssen die EU-Richtlinie bis Juni 2021 erfüllen.

Die neue EU-Richtlinie schreibt vor, dass alle digitalen Anwendungen öffentlicher Stellen zu digitaler Zugänglichkeit und Barrierefreiheit verpflichtet sind. Dabei gilt, dass digitale Inhalte für alle Nutzer auffindbar, wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein müssen. Darüber hinaus sollen die Anwendungen der harmonisierten EU-Norm 301 549 entsprechen und auch die Vorgaben für Leichte Sprache und Gebärdensprache berücksichtigen.

#Inkluencer – Neu gestaltete Schuhe unserer Barrierefreiheitsexpertin Anne-Marie Nebe


„Seit der Veröffentlichung der EU-Richtlinie 2016/2102 und der damit einhergehenden Verpflichtung ist das Bewusstsein für Barrierefreiheit in den Unternehmen merklich gestiegen. Jetzt gilt es, auf strukturierte Umsetzungsprozesse zu setzen. Das geht nicht ohne Experten“, sagt André Meixner, Leiter User Experience und Barrierefreiheit bei der T-Systems Multimedia Solutions (MMS). Auch über Unternehmen und öffentlichen Stellen hinaus steigt das gesellschaftliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Inklusion. Immer mehr Influencer und Privatpersonen setzen sich öffentlich für ein tolerantes Miteinander ein.

Unter dem Begriff Inkluencer hat sich im letzten Jahr eine Bewegung gebildet, die sich aktiv für Inklusion einsetzt und dabei vor allem Kanäle der sozialen Medien nutzt. Entstanden ist das Wort durch die Kampagne #VonAnfangAn der Aktion Mensch, einer Initiative des ZDF. Ziel dabei ist es, Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen, indem sie Inklusionsgedanken und Geschichten aus ihrem eigenen Leben in den Sozialen Medien verbreiten und mit ihren Followern teilen.

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Egal ob auf Instagram, Youtube, Twitter oder Facebook, zahlreiche Menschen und bereits bekannte Influencer haben sich der Aktion angeschlossen und setzen sich aktiv für Inklusion ein. Follower bekommen dabei einen tiefen Einblick in den Alltag von Menschen, die selbst mit einer Beeinträchtigung leben oder Familienmitglieder oder Freunde begleiten. Die Followerzahlen dieser Kanäle steigen rasant an, was für ein großes Interesse an diesem Thema spricht. „Das stetig wachsende mediale Interesse an den Inkluencern zeigt, dass das Thema immer mehr in der Gesellschaft ankommt und auf fruchtbaren Boden stößt“, so André Meixner.

Neben denen, die aktiv den Hashtag #Inkluencer nutzen, gibt es jedoch auch viele, die sich für Inklusion einsetzen und mit gutem Beispiel vorangehen, ohne sich selbst als Inkluencer zu bezeichnen. Dazu gehören auch die Experten der T-Systems MMS, die täglich Anwendungen auf Barrierefreiheit testen. So hilft die MMS dabei, die digitale Welt ein Stück zugänglicher zu machen.

Unsere Angebote zum Thema digitale Zugänglichkeit und Barrierefreiheit:
> Angebote Barrierefreiheit


Weitere Informationen zum Thema Barrierefreiheit in der digitalen Welt:
> Blogbeitrag Barrierefreiheit