Nachhaltigkeit – ein Wort, das längst zu einer Forderung für Unternehmen geworden ist, um unsere Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu schützen. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt in Gegenwart und Zukunft die CO2-Senkung ein wichtiges Ziel von Naturschutz und Umweltpolitik dar. Nun ist es aber so, dass nachhaltige Erkenntnisse und Innovationen mit unterschiedlicher Intensität in die verschiedenen Branchen einfließen.

Es gibt digitale Vorreiter und Schlüsselindustrien wie die Fertigung, das Bauwesen oder den Transportsektor, die ein enorm hohes Nachhaltigkeitspotenzials innehaben. Bis 2030 haben diese drei Branchen das Potenzial zusammen 108 Millionen Tonnen an CO2 einzusparen.

Fertigung optimiert Produktionsabläufe ganzheitlich

Die Herstellung von Gütern umfasst viele Prozesse, auf die sich Nachhaltigkeitsbemühungen in Deutschland konzentrieren. Die Stahlproduktion beispielsweise ist für die deutsche Wirtschaft von zentraler Bedeutung und gilt als einer der Sektoren, die sich am schwierigsten umstellen lassen. So gilt die Herstellung von Stahl als sehr aufwändig und geht mit einem hohen Stromverbrauch sowie hohen CO2-Emissionen einher. Andererseits spart der Einsatz von Erzeugnissen aus Stahl deutlich mehr CO2-Emissionen als sie in der Herstellung verursachen. Zudem lässt sich Stahl beliebig oft recyceln und behält dabei seine Qualität.

Eine nachhaltigere Gestaltung der Stahlproduktion kann z. B. durch den Einsatz von Smart Data erfolgen. Eine smarte Produktion verursacht:

  • weniger Flurschäden
  • weniger Beschneidung
  • weniger Verschub

Ein Beispiel für Nachhaltigkeit in der Produktion ist das Familienunternehmen Weidmüller, das eine Nachhaltigkeitsstrategie formuliert hat und sich auf Zukunftsmärkte wie Grünen Wasserstoff, Windenergie und Photovoltaik konzentriert. Im folgenden Video sehen Sie digitalisierte und IoT-basierte Systemlösungen, die Weidmüller in diesen Märkten anbietet:

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Einzelhandel und Logistik sind auf dem Weg

Der Transport- und Logistiksektor ist ein weiterer Bereich, dessen Dekarbonisierung für die grüne Transformation besonders wichtig ist. Der Transport auf der Straße – und hier insbesondere der Schwerlastverkehr – verursacht erhebliche Emissionen von Treibhausgasen; er ist verantwortlich für rund 5 Prozent des weltweiten und über ein Viertel des europäischen CO2-Ausstoßes.

Wie nachhaltige Logistik funktionieren kann, zeigt das Logistikunternehmen Fiege. Beim Bau seiner Logistikanlagen achtet Fiege auf eine energetische Bauweise, die Ressourcen schont. So nutzt das Unternehmen beispielsweise Photovoltaik auf dem Dach des 8.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums in Greven, das pro Jahr etwa 650 MWh Strom produziert – so viel wie 160 Vier-Personen-Haushalte.

Baugewerbe mit Effizienzpotenzial

Nachhaltigkeit im Bauwesen umfasst verschiedene Bereiche wie Wasser-, Energie- und Materialeffizienz, aber auch die Wahl des Grundstücks, die Instandhaltung, die Architektur sowie den Betrieb und die Dekonstruktion nach einer langen Gebäudelebenszeit. Die Branche sorgt mit sogenannten Smart Buildings oder Green Buildings für eine umweltfreundliche Nutzung durch Automatisierung und einen sparsamen Verbrauch von Ressourcen.

Das Unternehmen Dussmann beispielsweise verfolgt für sein Immobilien- und Gebäudemanagement eine Nachhaltigkeitsstrategie, bei der folgende Aspekte im Fokus stehen:

  • Minimierung des Ressourcenverbrauchs
  • Einsatz umweltschonender Produkte
  • Reduktion des Verpackungsmaterials
  • Entwicklung ressourcenschonender Reinigungsverfahren
  • Einsatz energiesparender Gebäudetechnik
  • Verbesserung des Abfallmanagements

In folgendem Video sehen Sie, wie das Unternehmen eine autonome Bodenreinigung in den Gebäuden einsetzt:

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Gesundheitssektor ressourcenschonend

Das Gesundheitswesen geht mit einem hohen Energieverbrauch für die medizinische Versorgung von Menschen einher und produziert große Abfallmengen im Krankenhaus. Aus diesem Grund passt die Branche die Kreislaufwirtschaft an und erforscht gezielt nachhaltige Produkte und Konzepte, um den Umweltschutz zu stärken. Dabei fokussiert sich die Forschung auf besonders umweltrelevante Prozesse, um diese ressourcenschonender zu gestalten.

Um zwei Beispiele für Nachhaltigkeit in der Health-Branche zu nennen, sei zum einen die Phoenix Group genannt. Sie ist ein europäischer Pharmahändler, der unter anderem Transportemissionen reduziert, indem emissionsarme Fahrzeuge eingesetzt werden und die zu fahrenden Routen optimiert werden.

Zum anderen sei der Konzern Fresenius genannt, zu welchem auch die Helios-Kliniken gehören, und der in sechs Gebieten aktiv ist, um sie nachhaltiger zu gestalten:

  • Patientenwohl
  • Beschäftigte
  • Diversität
  • Environment
  • Compliance
  • Digitalisierung und Innovation

In folgendem Video sehen Sie die Vielfalt bei Fresenius:

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Öffentlicher Bereich widmet sich Kreislaufwirtschaft

Von der City zur Smart City zur Green City. So lässt sich die Entwicklung von Städten beschreiben, die sich Nachhaltigkeit als Ziel setzen. Die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen haben sich zum Beispiel mit der Initiative Circular Valley zusammengeschlossen und einen Accelerator aufgebaut, in dem Unternehmen Nachhaltigkeitslösungen entwickeln können. Damit widmen sie sich der Zukunftsaufgabe Kreislaufwirtschaft.

Twin Transformer: Vorreiter in der digitalen und nachhaltigen Transformation

In einigen Unternehmen gehen die digitale sowie die nachhaltige Transformation Hand in Hand. Sie werden als Twin Transformer bezeichnet und nehmen durch die Kombination eine Vorreiterrolle ein, die neue Wertschöpfungsquellen erschließt. Durch digitale Lösungen fördern die Unternehmen eine bessere Geschäftsentwicklung auf der einen Seite und erreichen auf der anderen Seite ihre Nachhaltigkeitsziele.

Erfahren Sie im Trendbook „Nachhaltigkeit mit Digitalisierung“, wie Sie mit verantwortungsvoller Digitalisierung die Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen voranbringen können.