Die Digitalisierung macht auch am Büroalltag nicht halt. T-Systems Multimedia Solutions berät nicht nur Kunden bei der Umsetzung von innovativen Smart Spaces-Lösungen, sondern erprobt diese auch in den eigenen Reihen.

Flexible Arbeitszeitmodelle, dezentrales Arbeiten, Homeoffice – die weitaus meisten verbinden New Work mit einem neuen Führungsverständnis, radikalem Kulturwandel und innovativen Formen der Arbeitsorganisation, die dem Einzelnen eine größere Freiheit in der Gestaltung seines Arbeitsalltags einräumen.

Wie sehr der New Work-Gedanke allerdings auch Aspekte der „klassischen Arbeitswelt“ durchdringt und von innen heraus revolutioniert, wird oft übersehen. Fabrik und Büro, seit jeher Kulissen wenig individualisierbarer Leistungserbringung, können sich gerade durch ihn als sogenannte Smart Spaces neu erfinden.


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Wenn Gebäude intelligent werden

„Wer die Vorteile von Digitalisierung für sich erschließen möchte, der muss in attraktive Arbeitsumgebungen investieren, die sich mit intelligenter Infrastruktur ausgestalten lassen“, erklärt Carsten Roepke, Business Consultant bei T-Systems Multimedia Solutions (MMS). „Der Arbeitsalltag kann so besser durchgeplant, Gebäude effizienter genutzt und der organisatorische Aufwand minimiert werden.“ Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Einführung eines intelligenten Gebäudemanagements, das die laufenden Kosten einer Immobilie der tatsächlichen Nutzung nach optimiert. Der Gedanke dahinter: das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wird eine Arbeitsfläche nicht genutzt, werden auch keine Ressourcen für sie aufgewendet. Wasserverbrauch, Lichtsteuerung, Temperaturregulierung, Luftgüte – alle für die Arbeitserbringung relevanten Basisfaktoren werden demnach auf die Anzahl der im Gebäude befindlichen Personen sowie deren individuelle Gewohnheiten abgestimmt. Beginnen die Ersten ihren Dienst, werden sowohl Licht als auch Temperatur hochgefahren. Verlässt der Letzte die Arbeitsfläche, wird beides wieder heruntergeregelt. Auch sicherheitsrelevante Aspekte können hier berücksichtigt werden.

Eine wirklich intelligente Nutzung vorhandener Raumpotentiale geht allerdings noch weit über Fragen der energetischen Optimierung oder Kostenkontrolle hinaus. Weiter gedacht in Richtung New Work sind intelligente Gebäude die Grundlage für ein vernetztes Ökosystem, wo Mensch und Maschinen auf vielschichtige Art und Weise miteinander interagieren. In solchen sogenannten Smart Spaces rücken die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen in den Mittelpunkt – ob in Büro oder Fabrik. Die Ziele sind dabei entsprechend höhergesteckt. Es geht nicht mehr nur um die Befriedigung der grundlegenden Erwartungen der Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz. Eine moderne Arbeitsumgebung soll sich auf das Engagement der Mitarbeiter auswirken, deren Gefühl von Zufriedenheit und Verbundenheit mit dem Unternehmen – und damit natürlich auf die Arbeitsproduktivität.


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Der Arbeitsplatz der Zukunft

Ein Smart Spaces-Ökosystem erweitert die Definition des „Arbeitsplatzes“ mit Hilfe moderner Management-Informationstechnologien weit über die physikalischen Grenzen des primären Einsatzortes hinaus. „In Zukunft werden wir nicht mehr einfach so zur Arbeit fahren.“, erklärt Nicolle Quaitsch, Projektmanagerin bei der T-Systems MMS. „Noch bevor wir das Haus verlassen, wird uns der beste Weg zur Arbeitsstätte angezeigt. Sollte ich mich verspäten, verschiebt das System automatisch meine Termine, bucht neue Räumlichkeiten bzw. gibt ungenutzte Arbeitsflächen wieder frei. Mein Arbeitsplatz selbst wird bei Ankunft bereits meinen persönlichen Präferenzen entsprechen – ob das eine bestimmte technische Ausstattung für den Tag anbelangt oder Umgebungsfaktoren wie Licht, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit. Und auch auf dem Heimweg wird nichts dem Zufall überlassen.“ Die Liste dessen, wie Mitarbeiter durch intelligente Gebäudetechnologie auf ihrem Weg durch den Arbeitsalltag unterstützt werden können, ließe sich beliebig fortsetzen. Smart Parking-Systeme sind denkbar, die Mitarbeiter bereits im Vorfeld über die aktuelle Parkplatzsituation informieren und bei Parkplatznotstand direkt zum Homeoffice raten. Oder auch Tools zur besseren Gestaltung der Mittagspause oder der Berechnung, wann man das Büro am besten verlässt, um einen privaten Termin pünktlich wahrnehmen zu können. Warum nicht ein Widget zur Messung des Wasserstandes der Büropflanze?


Vieles davon ist derzeit noch Zukunftsmusik, könnte bald aber schon Realität sein. Der aktuelle Stand der Entwicklung ist bereits bei der T-Systems MMS am Hauptsitz in Dresden zu sehen. Das folgende Video zum Thema Smart Building und Smart Facility Management von dem T-Referenzkunden ISS, zeigt ein mögliches Zukunftsszenario:


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Smarte Technologie im Einsatz

Die T-Systems MMS hat in ihren Räumlichkeiten am Dresdener Hauptsitz Testflächen mit Sensoren ausgestattet, die die Auslastung der dortigen Arbeitsplätze messen. Durch sie kann genau ermittelt werden, welche flexiblen Arbeitsplätze am meisten genutzt werden. Temperatursensoren erfassen dabei, wie viele Personen sich wann an einem bestimmten Sitzplatz aufhalten und wie viel Zeit sie dort verbringen. So lassen sich Gründe für bestimmte Präferenzen identifizieren und Überbuchungen effizient lösen. Das gesamte Raumpotential wird effizient genutzt und der Run auf „den einen Sitzplatz“ reguliert. Personenbezogene Daten werden dabei genauso wenig erhoben wie Daten über Arbeitszeit bzw. -leistung der Mitarbeiter.


Die Umsetzung dieses Smart Spaces-Ökosystems geschieht in Zusammenarbeit mit Tech-Gigant Microsoft und EnOcean, Spezialist für batterielose Funksensorik. Microsoft sorgt dabei für die ganzheitliche Vernetzung aller Komponenten im Internet der Dinge (IoT). Im Mittelpunkt eine umfangreiche Plattformlösung mit einer Vielzahl verschiedenster Funktionalitäten. „Die IoT-Plattform von Microsoft umfasst so ziemlich alles, was für ein solch komplexes Einsatzszenario nötig ist.“, so Thomas Frahler, Business Lead IoT bei Microsoft. „Betriebssysteme für verschiedenste Geräteklassen, Cloud-Dienste zur Steuerung und Sicherung sowie Anwendungen für die intelligente Analyse und Nutzung von Daten – sogar auf Geräten und Maschinen, die nicht immer mit der Cloud verbunden sind.“


Lesen Sie hier mehr zu Office Spaces und Smart Homes

> EnOcean Blog: Digitalizing Building Spaces



EnOcean ist in der Kooperation für die Funksensoren zuständig, die Informationen von möglichst vielen Punkten im Gebäude sammeln und in die Cloud übermitteln. Energieautark, wartungsfrei und über Funk vernetzt, lassen sich die Sensoren sowohl in Neubauten als auch in Bestandsimmobilien flexibel und ohne Verkabelung verteilen. Die für den Betrieb notwendige Energie ziehen sie aus ihrer Umgebung – beispielsweise über mechanische Energiewandler, Solarzellen oder Thermowandler (Energy Harvesting). Als Sinnesorgane des Gebäudes liefern die Sensoren die benötigten Rohdaten für das digitale Flächenmanagement, u.a. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit oder auch die Zahl der sich im Raum befindlichen Personen. Mit Hilfe von Microsofts Azure Digital Twins IoT-Dienst wird das Gebäude anhand dieser Daten auf einen „digitalen Zwilling“ gespiegelt, der Gebäude- und Arbeitsflächen virtuell abbildet. Er hilft dabei, Nutzungsmuster des Gebäudes, des Personals und des Inventars erkennbar zu machen. So lässt sich in Echtzeit ein virtuelles Bild der Auslastung der Arbeitsflächen erstellen, was Potentiale zur Optimierung vorhandener Räumlichkeiten zulässt, aber auch Rückschlüsse auf die Bedarfe der dort arbeitenden Kollegen zulässt. Letzteres gewinnt besonders im Kontext von New Work immer mehr an Bedeutung. „Eine optimale Arbeitsumgebung soll eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, die Produktivität und Kreativität fördert und wertvolle Fachkräfte bindet“, so Armin Anders, Vice President Business Development bei EnOcean. „Daten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Im Rahmen von Smart Spaces-Lösungen helfen sie nicht nur, Abläufe zu optimieren, um teure Büroflächen effizient und agil nutzen zu können. Die Digitalisierung verändert unser Arbeiten und Wohnen ganzheitlich im Sinne einer sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit. Büros sind ja letztlich ein Wohnraum. Dieselben Mechanismen lassen sich daher auch auf unsere Wohngebäude als Smart Home übertragen, für mehr Wohlbefinden, Energieeffizienz und bedarfsabhängige Services.“


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Raum schaffen für Mehr

Smart Spaces sind für die T-Systems MMS von enormem Interesse. Denn der Arbeitsplatz der Zukunft kommt, daran besteht kein Zweifel! Der technologische Wandel hin zu einem Mehr an Vernetzung macht schon jetzt an der Arbeitswelt keinen Halt. Diesen aktiv mitzugestalten ist eine Herausforderung, die es nicht zu verschlafen gilt. Intelligente Systeme zur Arbeitsplatzoptimierung direkt im eigenen Unternehmen zu verproben, ist dahingehend für die MMS eine Selbstverständlichkeit. Denn wie soll ein Digitaldienstleister andere Unternehmen bei Innovationsthemen beraten, wenn er diese nicht selbst lebt?


Lesen Sie sich gern weiter in das Thema der digitalen Vernetzung ein!

> Magazin: Digitale Transformation

Lesen Sie zum Thema Digital Twins im IoT gerne den kostenlosen Artikel ab Seite 14.

> Perpetuum Magazin: Energy Harvesting – Fundament für das Internet of Things