Die Blockchain-Technologie ist gekommen, um zu bleiben. Das hat sich durch die Entwicklung der letzten Jahre bereits gezeigt. Und die Bedeutung wächst stetig. Vorhersagen zufolge soll der Blockchain Markt bereits Ende 2024 die 20 Milliarden Dollar Marke an jährlichen Einnahmen knacken (Quelle: Grand View Research, Transparency Market Research). Doch was beschäftigt diese aufsteigende Branche aktuell?


Mit frischen Eindrücken von den Ereignissen im vergangenen Jahr und dem Future Blockchain Summit in Dubai wirft dieser Blogbeitrag einen Blick auf die aktuellen Aktivitäten unseres Blockchain Solutions Centers.

Mit dem Blockchain Solutions Center treibt die T-Systems MMS den Einsatz der Zukunftstechnologie weiter voran. Das Team bietet nicht nur beratende Unterstützung für Unternehmen und Behörden, sondern hat sein Geschäft als Infrastrukturbetreiber auf folgenden drei Säulen aufgebaut:

  1. Validation as a Service: Das Staking ist durch die aktive Beteiligung in verschiedenen Netzwerken und die Bereitstellung der technischen Infrastruktur eines der Fokusthemen der T-Systems MMS. Staking beschreibt das Betreiben von Validatorknoten in öffentlichen Blockchain-Netzwerken. Dabei setzen die Nutzer*innen ihre vorhandenen Investments in Form von Tokens ein, um die Infrastrukturbereitsteller dieses Netzwerks zu wählen und werden dafür in Form von neuen Tokens belohnt. Investments in Netzwerke sind notwendig, um die initiale Entwicklung zu fördern und als Tokeninhaber bei Governance Entscheidung abzustimmen. Außerdem ermöglicht es dem Investor an der Wert Entwicklung des Netzwerks zu partizipieren. Deutsche Telekom und auch die T-Systems MMS haben solche Investitionen im vergangenen Jahr bspw. in Celo und Polkadot durchgeführt, um an der Gestaltung von Netzwerken in Zukunft mitzuwirken. Erst durch die dezentrale Infrastruktur wird ein Blockchain-Netzwerk ins Leben gerufen. Sie ist die Grundlage für die Funktionsweise und Sicherheit des Netzwerks und der darauf aufbauenden Applikationen. Das Blockchain Solutions Center stellt diese bereit, um Netzwerke mit entsprechend professioneller Infrastruktur zu unterstützen und zu monetarisieren.
  2. Self-Sovereign Identity (SSI) ermöglicht den Nutzer*innen den flexiblen und sicheren Austausch von Identitätsnachweisen direkt zwischen einander und der jeweiligen Anwendung. Mittels eines digitalen Ausweises haben die Nutzer*innen jederzeit die Kontrolle über ihre Daten und sie müssen nicht auf den Servern externer Plattformen gespeichert werden. Diese Transaktionen können zukünftig auf Basis von Blockchains erfolgen. Insbesondere die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG) bis Ende 2022 und die stetig steigende Nachfrage für Datenschutz sind Treiber für das Thema der selbstbestimmten Identität.
  3. Non-Fungible Token (NFT): Willkommen im dezentralen Metaverse, denn NFTs sind real gewordene Science Fiction. Sie sind digitales Eigentum und digitale Zwillinge physischen Eigentums. Sie ermöglichen Handel, Sammlung, Gutschrift, Zugriff, Zutritt, und vieles mehr, was heute noch niemand ahnt. Ihren Werten neue, digitale Märkte und Geschäftsmodelle zu eröffnen, sicher und zuverlässig auf Hype-Tech und das alles umweltfreundlich ist dabei die Mission des Blockchain Solutions Center.

Für welche Branchen sind Blockchains besonders interessant?

„Neben der Logistik, Catena X im Automotive-Bereich und der Initiative europäisches Ökosystem digitaler Identitäten der Bundesregierung im öffentlichen Sektor sticht hier aktuell vor allem die Finanzbranche heraus. Blockchain ist ja mit dem Ansatz gestartet, Menschen einen diskriminierungsfreien Zugang zu unterschiedlichsten Diensten zu ermöglichen. Die dezentrale Finanzwirtschaft (Decentralized Finance, DeFi) ermöglicht genau das, beispielsweise für Transaktionen ohne Bankkonto. Hier wachsen die Finanz- und die IT-Welt zusammen.“

Oliver Nyderle, Leiter der Business Unit „Digital Integrity Solutions“ | T-Systems MMS

Mit den Investments der T-Systems MMS haben wir nun auch die Möglichkeit, aktiv an Entscheidungen von Dezentralen Autonomen Organisationen (DAO) mitzuwirken. 2022 werden wir die ersten Validatoren für solche DAO betreiben, um sogenanntes Liquid Staking zu ermöglichen. Damit werden wir das erste Mal aktiv an dezentralen Governance Strukturen mitwirken und diese mitgestalten. Dadurch bauen wir nachhaltig zusätzliche Kompetenzen für zukünftige Projekte im Blockchain Solution Center auf.

Mit dem Kauf von Celo-Tokens investiert die Telekom in die dezentrale Finanzwirtschaft. Was sind dabei die Vorteile?

Die Blockchain Aktivitäten im Telekom-Konzern wurden in den letzten Jahren immer mehr erweitert. Unter anderem beteiligt sich die Telekom auch an dem Thema Decentralized Finance (DeFi) durch Investitionen und Infrastruktur für das öffentliche Blockchain-Netzwerk Celo. DeFi ist ein Sammelbegriff für Finanzdienstleistungen, die über öffentliche Blockchains laufen. Vorteile sind die schnellere und günstigere Abwicklung im Vergleich zur klassischen, zentralen Finanzwirtschaft – insbesondere durch das Fehlen von Mittelsmännern. Teilnehmende haben die volle Kontrolle darüber, mit wem und welche Transaktionen durchgeführt werden sollen. Hierfür trägt man persönlich im Zweifel auch die Verantwortung.

Das Celo-Netzwerk ermöglicht diverse dezentrale Finanzdienste per Smartphone und setzt dabei auf den Proof-of-Stake Konsens-Mechanismus. Dieser ist deutlich schneller und energieschonender als der Proof-of-Work Mechanismus, der beim Blockchain-Vorreiter Bitcoin genutzt wird. Die T-Systems MMS stellt Celo Infrastruktur in Form von Validatoren bereit und trägt damit zur sicheren und performanten Netzwerk-Infrastruktur sowie der Attraktivität des Celo-Netzes bei.

Trends & Networking auf dem Future Blockchain Summit

Um bei einer modernen und sich stetig wandelnden Technologie wie Blockchain den eigenen Vorreiter-Anspruch zu erfüllen, ist der internationale Austausch und die Vernetzung mit anderen Experten wichtig. Im Oktober 2021 fand der Future Blockchain Summit in Dubai statt, bei dem unser Blockchain Solutions Center mit einem eigenen Stand und Vorträgen vertreten war. Der Summit ist die größte und bekannteste Blockchain-Messe in der Region Naher Osten und Nordafrika und Teil der GITEX, der weltweit größten Technologie-Messe für Unternehmen und Behörden. Insbesondere der Austausch mit potenziellen Kunden, aber auch mit der Blockchain-Community war sehr spannend. Die T-Systems MMS konnte ihr Netzwerk ausbauen und die Sichtbarkeit der eigenen Blockchain-Lösungen und -Leistungen erhöhen. Erstmals seit Livegang wurde das Thema Staking von den Experten der T-Systems MMS auf einer Messe präsentiert und erhielt auf dem Future Blockchain Summit viel positive Rückmeldung.


Finnovators Podcast zum Future Blockchain Summit


Der Future Blockchain Summit hat noch einmal das enorme, globale Interesse verdeutlicht, gemeinsam das Potenzial der Blockchains zu nutzen, um die digitale Zukunft voranzutreiben. Themen wie die Self-Sovereign Identity verdeutlichen die Bedeutung, die Blockchains als Basistechnologie in den kommenden Jahren im Alltag der Menschen einnehmen werden. Denn unser Alltag und unsere Handlungsabläufe werden immer stärker digitalisiert. Zentrale Werte, die aktuell in der analogen Welt existieren, werden in die digitale Welt transferiert.

Öffentliche dezentrale Blockchains bilden den Kern des digitalen Wertetransfers und werden sich als zuverlässige Infrastruktur für spannende Anwendungen als Basistechnologie etablieren. Durch ihre globale Aufstellung und barrierefreien Zugänge ermöglichen öffentliche Blockchains echte Netzwerkeffekte, um ein funktionierendes Internet der Werte aufzubauen. Hierfür sind zuverlässige Infrastruktur-Anbieter entscheidend und genau hier will das Blockchain Solutions Center Vorreiter sein. Die bisherigen Themen markieren lediglich den Anfang. Viele neue Themen entfalten gerade erst ihr volles Potenzial.


Lesen Sie das Interview mit Oliver Nyderle „Wachsen im Internet der Werte“



Interview – „Als großer Player jetzt auch mit Staking“


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