Kristina Huse, Werkstudentin im Blockchain Solutions Center
Maximilian Beyer, Product Owner

Was ist Staking?

Die Blockchain-Technologie und darauf aufbauende digitale Währungen (Kryptowährungen) schaffen viele neue Möglichkeiten und Geschäftsfelder. Staking bezeichnet eine konkrete Art, direkt von dieser Innovation zu profitieren.

Unter Staking versteht man das Aufbewahren von Krypto-Assets für einen bestimmten Zeitraum in einer Proof of Stake-Blockchain (PoS). Im Vergleich zum Proof of Work (PoW), bei welchem die Konsensbildung und Validation der nächsten Transaktion durch das Lösen kryptografischer Rätsel geschieht, wird der Konsens bei PoS durch das Sperren und Aufbewahren der Vermögenswerte in der Blockchain erreicht. Dies trägt außerdem zur Sicherung des Netzwerkes und zur Sicherstellung der Gültigkeit jeder Transaktion bei.

Token-Besitzer können ihre Tokens entweder selbst staken, und als sogenannte Validatoren am Netzwerk teilnehmen, oder sie können ihre Tokens im Falle von Delegated Proof of Stake (DPoS) an einen selbstgewählten Validator delegieren. Der Validator hat die Aufgabe, Infrastruktur-Dienstleistungen bereitzustellen und wird für diese Tätigkeit vom Netzwerk in Form von Staking Rewards belohnt. Wer seine Tokens delegiert, muss diese Tätigkeit nicht selbst ausführen, teilt dafür aber im Gegenzug seine Staking Rewards mit dem von ihm gewählten Validator.

Um die Aufgaben eines Validatoren zu erfüllen, benötigt dieser die entsprechende Hardware. Dabei variieren die Hardware-Anforderungen von Netzwerk zu Netzwerk. Als Delegierender in einem DPoS-Netzwerk wird lediglich eine eigene Wallet benötigt.

Die Höhe der Staking Rewards kann von Netzwerk zu Netzwerk variieren, ebenso wie Transaktionskosten.

Chancen

Staking Rewards ermöglichen eine regelmäßige, passive Rendite für den Nutzer. Die Token-Rewards sind unabhängig von der Volatilität der Token Preise am Sekundärmarkt.

Im Falle von Delegated Staking werden die Rewards zwischen Validator und Delegierendem aufgeteilt: der Anteil des Infrastrukturanbieters beträgt derzeit im Durchschnitt 5-10%.
Beim Delegated Staking können auch kleinere Beträge investiert werden. Die Höhe des Minimum Stakes ist dabei netzwerkabhängig.

Neben dem monetären Aspekt, unterstützt ein Validator immer das jeweilige Protokoll hinsichtlich der Weiterentwicklung zur Dezentralisierung und Unabhängigkeit.

Risiken

Aufgrund der Neuheit der Thematik, gibt es vor allem regulatorische Unsicherheiten – beispielsweise hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Staking Rewards. Im aktuellen Entwurf des Bundesfinanzministeriums in Deutschland aus dem Frühling 2022 wird von der Spekulationsfrist von 10 Jahren für Kryptowährungen abgesehen – Staking Rewards wären damit nach einem Jahr steuerfrei.

Neben diesem Aspekt existieren außerdem technische Risiken. Rewards werden durch das Netzwerk nur an diese Validatoren ausgezahlt, die fehlerfrei funktionieren – das bedeutet vor allem das sie durchgängig online sein müssen und keine fehlerhaften Transaktionen genehmigen dürfen. Als Delegierender ist es deshalb wichtig einen vertrauensvollen Validator-Partner auszuwählen. Denn bei Fehlverhalten eines Validatoren kann es im schlimmsten Fall zum „Slashing“ kommen – was bedeuten würde, dass ein Teil der gestakten Tokens unwiderruflich vernichtet wird.

In diesem Risikokontext ist die Kooperation mit einem verlässlichen Partner, der diese Risiken auffangen und über alle Eventualitäten und Möglichkeiten beraten kann, entscheidend.

„Telekom Staking“

Die Bereitstellung von Infrastruktur und dem damit verbundenen Vertrauen unserer Partner war schon immer das Kerngeschäft der Telekom. Als Tochterfirma T-Systems MMS agieren wir als Infrastrukturanbieter in verschiedenen öffentlichen Blockchain-Netzwerken und unterstützen damit die Dezentralität, Stabilität und Sicherheit von diesen.

Derzeit stellen wir Validatoren für die Netzwerke Polkadot, Celo, Flow und Q bereit. Token Holder können ihre digitalen Assets u. a. an unsere Validatoren delegieren und somit Rewards von den jeweiligen Netzwerken erzielen.

Die T-Systems MMS steht für jahrelange Expertise im Blockchain-Infrastrukturbereich sowie starke Partnerschaften.


Learnings:
  • Staking: Aufbewahrung von Kryptoassets in einer Blockchain zu Sicherstellung der Gültigkeit einer Transaktion
  • Staking Rewards variieren zwischen Netzwerken: Hier können Sie ungefähre Rewards herausfinden
  • PoW vs PoS vs DPoS


Weitere Informationen finden Sie in folgendem Beitrag:

> Blockchain-Konsensmechanismen im Vergleich



Mehr über unsere Services finden sie hier


Gastautorin:
Kristina Huse, Blockchain Solutions Center

Kristina: Kristina Huse ist Werkstudentin im Blockchain Solutions Center der T-Systems MMS und unterstützt das VaaS Team (Validation as a Service) mit der Recherche und Aufbereitung von Staking Themen.


Ansprechpartner:
Maximilian Beyer, Product Owner

Maximilian Beyer ist Product Owner im Blockchain Solutions Center der T-Systems MMS, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. Dort verantwortet er mit seinem Team den Aufbau von Staking-Infrastruktur für öffentliche Blockchain-Netzwerke. Zuvor hat Maximilian langjährige Beratungserfahrung in Strategie- und Digitalisierungsprojekten gesammelt, welche er auch heute in Projekten im Bereich Blockchain und web3 einsetzt.