Immer höher, immer schneller, immer weiter: Mit der Digitalisierung ist auch eine zunehmende Dynamik in den Markt eingezogen. Produktlebenszyklen werden kürzer und die Kundenanforderungen steigen. Um das zu bewältigen, müssen Projekte anders aufgesetzt werden, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war – vor allem hinsichtlich Agilität, Flexibilität und Mobilität. Unternehmen müssen darauf reagieren, um am Markt weiter bestehen zu können.

Das Problem: Einer für alle
Und genau hier kommt das Thema DevOps ins Spiel – denn ein Softwareprojekt umfasst in der Regel drei unterschiedliche Phasen mit jeweils anderen Schwerpunkten und Zielen: Von der Entwicklung über den Test bis hin zum Betrieb. So kommt auch der Begriff zustande, welcher sich aus den englischen Wörtern Development (Entwicklung) und Operations (Betrieb) zusammensetzt. Das Dilemma an der klassischen Softwareentwicklung: „jeder für sich macht einen guten Job, aber das Zusammenspiel funktioniert nicht – der Leidtragende dabei ist der Kunde“, bringt es Jörg Hastreiter, Leiter Business Technology & Excellence bei der T-Systems-Multimedia Solutions, auf den Punkt.

Die Lösung: Alle für einen
Mit DevOps soll sich das ändern. Die Idee dahinter ist, dass Betrieb, Entwicklung und Test nicht mehr isoliert voneinander arbeiten, sondern direkt miteinander. „So werden Zielkonflikte von Anfang an minimiert, indem schon bei der agilen Entwicklung wesentliche Erfordernisse des Betriebs mit berücksichtigt werden und die Qualität durch automatisierte Tests sichergestellt wird“, so Jörg Hastreiter. Die Vorteile, die das für den Kunden bringt, sind vielfältig: Durch die höhere Agilität und Flexibilität kommt es zu einer schnelleren Markteinführung und -anpassung der Software, da neue Funktionen in kürzerer Zeit hinzugefügt werden können. „Die Time-to-Market zu verringern ist heute das A und O“ so Hastreiter. Mit dem Prinzip DevOps lassen sich Innovationen schneller in die Praxis umsetzen und Fehler können frühzeitig erkannt und behoben werden. Damit wird die gesamte Wertschöpfungskette verbessert. Und das wiederrum führt zu einer besseren Qualität und mehr Transparenz und Sicherheit. Die Kunden sind dabei nicht nur Adressat des Konzepts, sondern auch in den Prozess integriert.

Über sieben Hürden musst Du gehen
DevOps bringt also viele Pluspunkte mit sich, erfordert aber auch eine gewisse Vorbereitung. Deswegen ist es ganz normal, dass man anfangs auch auf Hürden stößt. Angefangen bei den unterschiedlichen Tools und Prozessen sowie Zielen und Verantwortlichkeiten, die in den verschiedenen Phasen vorherrschen – diese gilt es zu vereinheitlichen, um daraus einen übergreifenden Prozess zu gestalten. Das ist die Basis, um DevOps im Unternehmen zu implementieren. Doch es kann natürlich auch zu Ressourcenkonflikten und Ängsten seitens der Mitarbeiter kommen. Um das zu vermeiden ist es besonders wichtig, dass alle Betroffenen an einem Strang ziehen und durch ein strategisches Change-Management begleitet werden. Weiterhin kann es auch zu kulturellen sowie organisatorischen Hürden und Zielkonflikten kommen. Doch es lohnt sich diese Punkte anzugehen, denn das Ergebnis ist eine effiziente und zielsichere Verfahrensweise durch DevOps. Es darf nur nicht zu unbedarft an die Sache herangegangen werden – dann sind die Hürden gut zu meistern.

DevOps @ MMS
Die T-Systems MMS berät nicht nur in Sachen DevOps, sondern lebt diese Philosophie auch selbst. Im Rahmen eines DevOps-Programms wurden Methoden, Prozesse, Tools, Skills und Zusammenarbeitsmodelle gemeinsam mit Partnern entwickelt, um so den Hürden begegnen zu können. „Unser wichtigster Grundsatz dabei ist, die Mitarbeiter zu Beteiligten zu machen“, betont Marie Lajn, die im Bereich Human Resources bei der T-Systems Multimedia Solutions tätig ist und das interne Projekt begleitet. Das mächtigste Instrument hierzu ist die Jobrotation. „Dabei wechseln Mitarbeiter aus ihrem Bereich eine Zeit lang ins DevOps Team, um hier ihr Wissen einbringen und auch mal Zeit für das „große Ganze“ zu haben“, so Marie Lajn.
Anschließend gehen sie wieder zurück auf ihren Platz und geben ihr neu erlangtes Wissen über DevOps weiter. Damit werden sie zu Multiplikatoren, die nicht nur das technische Know-how besitzen, sondern auch das DevOps-Denken und die positive Stimmung weitertragen.

Das interne DevOps- Projekt der T-Systems Multimedia Solutions umfasst 5 Schwerpunkte:

  1. Das Zusammenarbeitsmodell: Planung und Steuerung der Veränderung
  2. Integriertes Taskmanagement: Definition von Standardprozessen für das Ticketmanagement zwischen Entwicklung, Test und Betrieb
  3. Continuous Delivery: Bereitstellung einer standardisierten CD-Pipeline für Entwicklung, Test und Betrieb
  4. Qualifizierung: Know-How-Aufbau und Erfahrungsaustausch
  5. Bereitstellung von Tools, Berechtigungen, Plattformen und Infrastruktur: integrierte und aufeinander abgestimmte Tools und Plattformen entlang der Dev-Test-Ops-Wertschöpfungskette für eine nahtlose Systemintegration und die Steigerung des Automatisierungsgrads.

DevOps ist also alles andere, als nur ein „Techie“-Thema, sondern umfasst auch Themen, wie Zusammenarbeit und Kommunikation. Es ist eine Unternehmensphilosophie: eine eigene Denkweise, die gelernt werden muss – weg von „jeder kocht sein eigenes Süppchen“, hin zu einem „Eintopf“, dessen Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind.

Denn „Am Ende sitzt hinter jedem Prozess und jeder hinter Digitalisierung ja weiterhin der Mensch“ gibt Marie Lajn zu bedenken.

 

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