1500 Ideen in 48 Stunden – das war der WirvsVirus Hackathon der Bundesregierung vom 20. bis zum 22. März. Insgesamt arbeiteten über 44.000 Teilnehmende an selbst gewählten Herausforderungen und erarbeiteten Lösungen, für momentan ganz aktuelle Probleme, hervorgerufen durch die Coronakrise.

Eine von diesen 1500 Ideen hat unser Kollege Paul erarbeitet. Natürlich nicht allein – ein paar ehemalige Kollegen und vor allem viele noch unbekannte Gesichter aus den Wohn- und Arbeitszimmern ganz Deutschlands haben über das Wochenende gemeinsam an einer Lösung gearbeitet – eine spannende Erfahrung, von der Paul uns berichtet hat!

Los geht’s – Koordination von 44.000 Teilnehmenden

Los ging es am Freitag. Paul beschreibt den Start des Hackathons als… nun ja, etwas holprig! Am besten wird Situation wohl durch dieses Bild ausgedrückt – und bis alle Teilnehmer einen Zugang hatten und der Welcome-Stream schließlich startete, hat es schon ein wenig gedauert.

Aber als dann alle soweit waren, hatten sich relativ schnell bereits Teams zusammengefunden – erstaunlich, bei der Menge an Teilnehmenden! Das Team um Paul verbrachte dann den Rest des Abends überwiegend mit der Planung der Arbeit über Microsoft Whiteboard und Azure DevOps. Recht schnell wechselten sie zudem vom offiziellen (etwas überlasteten) Slack des Hackathons zu Microsoft Teams, um dort gemeinsam den Plan für ihre Lösung zu erstellen – eine App, die es Krankenhäusern und zu testenden Personen einfacher machen sollte, sich zu koordinieren, und somit unnötige Kontakte zu vermeiden.

Allein die Planung über das Whiteboard kostete das Team am ersten Abend bereits fünf bis sechs Stunden, kein Wunder, wenn 15 Personen gleichzeitig an einem Thema arbeiten! Dabei kam der Spaß jedoch nie zu kurz, wenn irgendwann das Aufmerksamkeitslimit erreicht wurde – wie man an den kleinen Sribbels auf dem Whiteboard sehen kann. 😉

Samstag Nacht gegen 3 Uhr konnte dann endlich mit Coden angefangen werden. Das Team gönnte sich dabei nur kurze Schlafpausen, auch wenn um 9 Uhr dann alle wieder da waren – mehr als 3 Stunden Schlaf gab es sicherlich für Niemanden!

Wenig Schlaf & endlich Coding-Arbeit!

Mehr oder minder wach und ausgeschlafen ging es dann schließlich den ganzen Samstag rein um die Entwicklung der App. Auch wenn jeder für sich arbeitete, blieb das Team den ganzen Tag im Stream und konnte somit jeder Zeit Fragen loswerden – oder einfach losplaudern, um die anderen mal näher kennen zu lernen. Man saß somit zwar nicht wirklich nebeneinander, aber dadurch, dass alle hörten, was man so vor sich hinbrabbelte, fühlte es sich für Paul am Ende doch wieder wie ein Büro voller Techniker an!
Unterstützung erhielt das Team aber auch von einem Professor der Charité in Berlin. Dieser half noch bisher nicht bedachte Features zu finden, welche für ihn eine hohe Priorität hatten. Die Gespräche mit ihm waren sehr zielführend und gaben gute Einblicke in die Probleme einer Pandemie.

Am letzten Tag, am Sonntag, gab es noch mal einen stressigen Endspurt. Nicht nur dass der Prototyp fertig werden musste, sondern auch ein Produktvideo zur Vorstellung der Lösung war gefordert. Wie es meistens so ist, konnte Paul aufgrund von Problemen im Backend erst viel später als geplant mit dem Video beginnen – und zauberte schließlich mit einem weiteren Teammitglied innerhalb von 3 Stunden das Ergebnis. Wer regelmäßig Videos schneidet wird wissen das 3 Stunden keine Zeitspanne für ein Edit sind. Das Produktvideo und somit auch die Vorstellung der Lösung, welche das Team an dem Wochenende erarbeitet hat, könnt ihr euch übrigens hier anschauen:

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Nach dem Hackathon ist vor der Arbeit?

Auch wenn es das Projekt nicht final ausgewählt wurde – natürlich geht es trotzdem weiter! Selbstverständlich etwas langsamer als beim Hackathon. Aber das Team hat die Demo nun etwas lauffähiger bekommen und schaut gerade, wie es weitergehen kann. Ein Teammitglied, Daniel, unterstützt aktuell noch den Ausbau der COV-App der Charité Berlin – und alle schauen links und rechts, wo sie noch helfen können.

Der aktuelle Stand vom Projekt Health19 kann übrigens ständig nachverfolgt werden. Die Top20 des Hackathons könnt ihr euch ebenfalls anschauen.


Trotz Distanz Nähe schaffen: Eine Herausforderung, die mit den richtigen Tools und dem passenden Mindset gelingen kann.