Am 5. Juni ist Tag der Umwelt. Auch MMS-Kolleg*innen tun aktiv etwas dafür, unsere natürliche Umwelt zu erhalten und zu schützen. Lars Vogel ist einer von ihnen: gemeinsam mit Gregor Jaruga ist er im Mai 2019 unter die Imker gegangen.

Der Leiter der Business Unit  New Work Experience und der Senior 3D Artist vom  Standort München gehören zum Menschennetzwerk „Die Green Pioneers“ der Telekom. Darin arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus allen Konzernbereichen gemeinsam an grünen Ideen und Lösungen. Die Imker*innen betreuen inzwischen mehrere Millionen Bienen an 19 Standorten in drei Ländern und ernten seit mehreren Jahren Magenta Honig.

Wie bist du Imker geworden, Lars? 

Das kam so zustande: Ich arbeite schon sehr lange und sehr eng mit dem T-Systems Innovation Center in München  zusammen, wo wir gemeinsam Kunden-Workshops durchführen. Dabei kam ich mit Patrick Köhler zum Thema Bienen ins Gespräch, der die Initiative „Magenta Honig“ maßgeblich mit aufgebaut hat.  Sie wird auch von Tim Höttges und dem gesamten Vorstand sehr unterstützt. Patrick, auch CBO Chief Bee Officer genannt, fragte, ob ich nicht auch unter die Imker gehen will. Meine Antwort: „Ja klar, da sind wir dabei!“ Als ich dann an unserem Münchner Standort gefragt habe, wer Interesse hat mitzumachen, hat sich gleich Gregor Jaruga gemeldet. Dann mussten wir noch einige Dinge organisieren, wie den Antrag zur Bienenhaltung beim Veterinäramt stellen, um als Imker arbeiten zu können. Von dort bekamen wir eine Landwirtschaftsnummer und wir haben unsere Bienen offiziell registriert. Wir sind daraufhin nach Unterweikertshofen (Landkreis Dachau) in einen Imkershop gefahren und haben die Bienenstock-Kisten, die sog. Beuten, Imkerschutz-Kleidung und die Bienenvölker gekauft. Wichtig dabei war ein Gesundheitszeugnis, das heißt, dass die Bienenvölker seuchenfrei sind. Im Mai 2019 begannen wir dann unter der Guidance von Patrick mit dem Imkern.

Wie viele Völker mit wie vielen Bienen betreut ihr?

Wir haben zwei Völker. Pro Stock sind das derzeit ca. 20.000 Bienen. Ich hoffe, dass jedes Volk in ein paar Tagen dann auf 40.000 einzelne Tiere angewachsen sein wird. Die Anzahl der Tiere schwankt je nach Jahreszeit. Im Winter sind es weniger, im frühen Sommer besonders viele.

Was müsst ihr als Imker tun?

Mit guter Planung und etwas Fingerspitzengefühl ist es nicht so aufwändig. Unterjährig schauen wir alle zwei Wochen nach, ob alles in Ordnung ist und ob der Bienenkasten noch steht. Einmal ist er zum Beispiel vom Sturm umgeweht worden. Und wir achten darauf, dass im Bienenstock ausreichend freie Wabenzellen sind. Wenn es den Bienchen zu eng wird, kann es gerade jetzt im Juni zur Schwarmbildung kommen. Es gibt viele Möglichkeiten, dem entgegen zu wirken. Ich nehme dann einfach eine der Brutwaben mit Weiselzellen und mache daraus einen Ableger. Nach circa 4 Wochen ist eine neue Königin drin und wir haben ein neues Volk.

Im späten Sommer, je nach Temperatur, wird der Honig dann abgeerntet, geschleudert und in Gläser abgefüllt. Man füttert die Bienen als Ersatz für den Honig mit einer speziellen Nährlösung aus Zucker, damit sie im Winter nicht verhungern. Man muss außerdem aufpassen, dass im Winter keine Tiere wie Mäuse oder Marder durch das Flugloch kommen. Wenn es dann nicht abgedeckt ist, kann es außerdem passieren, dass die Bienen erfrieren oder Milben das Volk befallen.

Wenn ich mich so reden höre, ist es doch eine kleine Wissenschaft. Ich musste einiges dazu lernen und viel lesen. Es macht aber auch riesig Spaß.

Wie viel Honig erntet ihr und was macht ihr damit?

Ein Teil des Honigs geht an die Magenta Honig Initiative selbst. Diese Honiggläser können im Telekom Shop in der Zentrale in Bonn gekauft werden. Das macht auch Tim Höttges oft und verschenkt diesen Honig dann weiter an ausgewählte Personen. Der Erlös aus den Honiggläsern im Shop in Bonn geht direkt an nachhaltige Projekte.

Den anderen Teil, jeweils 5 bis 6 Gläser, haben wir an die Standorte unserer Business Unit in Bonn, Dresden, Berlin und München verteilt. Da der Honig nicht für alle Kolleginnen und Kollegen reichte, sollten sich die einzelnen Standorte überlegen, was sie damit machen wollen. Manche haben daraus Honigseife und Honigkuchen gemacht, andere ein Honigfrühstück organisiert und andere wiederum kulinarische Kunstwerke – wie einen Ingwer Honig Shot oder Chili Honig Hühnchen – kreiert. Es war eine großartige Aktion, die unter dem Motto stand: „Honig verbindet“ (weil er klebrig ist 😉).

Beim Imkern in der Telekom geht es innovativ zu: Die Magenta Bienenstöcke werden mit IoT überwacht. Wie funktioniert das?

Wir haben eine BeeAndme-App, die verschiedene Messwerte aufzeichnet. Damit können wir beobachten, wie sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf das Sammelverhalten auswirkt. Diese Daten werden in der BeeAndme-App gesammelt, gemonitort und über das Mobilfunknetz übertragen. Es gibt Fälle, in denen Völker einen Bienenstock fluchtartig verlassen, dann wird er entsprechend leichter. Das Schwärmen gehört zum normalen Verhalten der Bienen. Wenn das passiert, müssten wir das Volk wieder einfangen. Doch das ist uns zum Glück noch nicht passiert.

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Was macht dir am meisten Spaß?

Ich habe einen Beschützerinstinkt. Es ist schön, auf die Bienen aufzupassen, dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht, sie über den Winter zu bringen. Und mir gefällt es auch zu sehen, wie die Bienen füreinander sorgen. Es ist einfach ein tolles Erlebnis, vor der offenen Bienenbeute zu stehen. Beim ersten Mal war ich einfach überwältigt, als sich die Bienen auf meinen Schleier und meine Hände gesetzt haben. Bisher bin ich auch noch nicht gestochen worden.

Warum ist dir das Bienenprojekt so wichtig?

Je älter ich werde, desto mehr fühle ich mich der Natur und der Tierwelt verbunden. Ich habe einfach eine starke emotionale Bindung dazu. Es tut mir in der Seele weh, wenn die Natur durch den Menschen immer weiter zurückgedrängt und der Lebensraum der Tiere immer weiter eingeschränkt und verändert wird. Ich habe überlegt, was ich selbst für die Natur tun kann. Ich wollte nicht nur spenden. Und wenn man bedenkt, dass in einigen Ländern die Menschen Bäume selbst bestäuben müssen… Wir können mit unserem Projekt dazu beitragen, dass die Bienen ihre Aufgabe, die Bestäubung von Pflanzen, erfüllen können. Imkern ist ein guter Weg, der Natur etwas zurückzugeben und unsere Umwelt zu erhalten. Deshalb habe ich keine Sekunde gezögert, als mich Patrick gefragt hat.

Mit der Bieneninitiative gehen wir demnächst in die nächste Phase und werden Konzern-Flächen Bienen- und Insektenfreundlicher gestalten. Das Schöne dabei ist, dass wir im gesamten Konzern gemeinsam an diesem Ziel arbeiten können.


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