Unser Know-how an die Hochschulen bringen und gleichzeitig ein Auge auf die Nachwuchstalente von morgen haben. Das schafft unser Hochschulbotschafter Nico Lange. Nico ist unser Leiter im Bereich Marketing & Communication und schon lange an der HTW Dresden aktiv. Wir wollten wissen, was für Erfahrungen Nico über die Jahre sammeln konnte und was er als Hochschulbotschafter macht.

Nach der Corona-Pause ist es noch etwas leer auf den Rängen. Aber Stück für Stück finden alle Studierenden den Weg in den Hörsaal zurück.

Nico, du bist als Hochschulbotschafter an der HTW Dresden im Einsatz. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

„2013 übernahm ich den Kurs „Digitales Marketing“ mit jährlich ca. 45 Studierenden von Prof. Sonntag, welcher nach Benennung als Pro-Rektor aus zeitlichen Gründen einige Lehraufträge abgab. Ich kannte Prof. Sonntag schon länger durch unseren fachlichen Austausch zum Thema und er kam aktiv auf mich zu.“

Welche Themen vermittelst du in deiner Vorlesung?

„Grundlegend geht es in der Vorlesung und den Übungen um das Vermitteln von theoretisch-fundiertem und praxisrelevantem Wissen mit Bezug auf (Digitale-) Marketingaufgaben.

Das heißt konkret von Grundlagen zur Entwicklung von Websites und Apps (technisch, redaktionell, interface-seitig) über die spezifischen Vermarktungskanäle wie SEO, Performance Marketing, Advertising, Affiliate Marketing, Social Media oder auch E-Mail-Marketing bis hin zu Themen wie CRM, Leadmanagement und – Nurturing, Profiling, Tracking und Marketing Automation. Weiterhin beschäftigen wir uns in den Vorlesungen mit spezifischem Monitoring und Controlling im digitalen Marketing sowie Datenschutz und Rechtsgrundlagen im Internet.

Der Fokus ist außerdem auf die Vermittlung von wichtigen Kompetenzen und Skills zur Arbeit in dynamischen Businessumfeldern gerichtet. Es geht um kritisches Denken und analytische Fähigkeiten, Changemanagement und agile Arbeitsumfelder, Leadership und Kreativität. … also alles, was Studierende brauchen, um sich im wirtschaftlichen, aber auch wissenschaftlichen Umfeld zurechtzufinden.

Die Vorlesung wird dabei jedes Jahr sehr individuell gestaltet und an den Bedarfen der Studierenden ausgerichtet.“

Was ist deine Motivation, neben deinen vielen Aufgaben auch diesen Arbeitsaufwand noch auf dich zu nehmen? Was macht dir daran besonders Spaß?

„Vier Punkte. Als allererstes mag ich es natürlich, mich zu meinen Erfahrungen mit den Studierenden auszutauschen. Dies ist meines Erachtens Voraussetzung für ein dauerhaftes Engagement.  Zweitens muss ich mich regelmäßig durch die Verpflichtung gegenüber der Lehrbeauftragung theoretisch und tiefgreifend mit den fachlichen Themen auseinandersetzen. Dieses ist mir im laufenden Geschäft@work nicht immer möglich. Somit bietet mir diese Verpflichtung im Grunde auch die Möglichkeit aber auch Verbindlichkeit, mir Freiräume zu schaffen, um mein eigenes Wissen zu erweitern, Dinge zu verstehen und dieses letztendlich bei der täglichen Arbeit zu nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Drittens ist es in komplexen Arbeitsumfeldern wichtig, Themen schnell, greifbar und klar erklären zu können. Hier helfen mir die didaktischen Fähigkeiten, welche ich mir an der HTW im virtuellen, hybriden Unterricht oder im Hörsaal aneigne. Und – last but not least – viertens freue ich mich, die T-Systems MMS nach außen vertreten zu können und immer wieder die Verbindung von Studierenden zu unserem Unternehmen herstellen zu können.“

Das sind sehr viele positive Argumente. Gibt es denn auch Herausforderungen?

„Die Herausforderung liegt darin, zwei Wochendoppelstunden plus drei Sonnabende 9:00-18:00 Uhr pro Semester abzudecken – und diese mit meinem Job und meiner Familie in Einklang zu bringen. Also so rein logistisch.

Eine weitere Herausforderung stellt gerade aktuelle die Entwicklung didaktischer Konzepte – von erst ausschließlich physisch, hin zu virtuell und jetzt hybrid – dar. Es war vor allem in den letzten zwei Jahren eine Herausforderung die Vorlesungen und den Austausch an die virtuelle Umgebung anzupassen. Hier habe ich grundlegende Ideen über Bord geworfen und neue Konzepte von Null auf erarbeitet. Jetzt möchte ich die Vorteile, die hier erarbeitet worden natürlich nicht wieder vergessen machen und versuche dies im Rahmen eines hybriden Unterrichts einzubeziehen, um die Vorteile aus beiden Welten zu verbinden. Somit haben die Studierenden und auch ich mehr Flexibilität und mehr Spaß bei gleichzeitig deutlich höherem Lernpensum.“

Welche Werte möchtest du deinen Studierenden durch deine Tätigkeit vermitteln, was ist deine Philosophie dahinter?

„Mein Kredo lautet mitreden, nachvollziehen und entscheiden. Auch privat.

Es geht mir persönlich nicht um ein reines Übermitteln von Lehrstoff. Dies gehört natürlich auch dazu, aber in Zeiten von YouTube & Co., wo so ziemlich jedes Thema in epischer Breite aufbereitet ist, kann sich die reine Information auf diesem Weg angeeignet werden. Daher ist es wichtig, mit den Studierenden die Auswirkungen im praktischen Umfeld zu besprechen und Grundlagen zu schaffen, dass die Studierenden in der Zukunft komplexe Fragestellungen valide und nachvollziehbar lösen und erklären können.

Hierbei spielen natürlich – und das hat einen großen Einfluss auf meine Vorlesung – auch meine Erfahrungen in unserem Unternehmen und im Konzern eine große Rolle. Über diesen Link zur Praxis komme ich in den Vorlesungen sehr schnell dazu, dass es – neben dem zwingend notwendigen Wissen – in Wirtschaft und Wissenschaft auch weitere Kompetenzen braucht, um erfolgreich zu sein und aktiv gestalten zu können.

Und letztendlich ist es meines Erachtens auch wichtig, den Blick auf das private Umfeld zu legen. Im Business-Umfeld sowie auch im privaten Umfeld ist das Wissen um die Zusammenhänge im digitalen Raum hoch relevant, um ein entspanntes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen. Unter dem Stichwort „Digital Citizenship“ bespreche ich daher immer auch wieder, wie unser Wissen im privaten Kontext genutzt werden kann und wie wir damit auch zu einer besseren Gesellschaft beitragen können.“

Wie bringst du den Studierenden die T-Systems MMS näher? Und was glaubst du, macht uns als Unternehmen für junge Menschen attraktiv?

„Ich bin seit sehr vielen Jahren ein zufriedener MMS-Mitarbeiter und sehe die vielen Vorteile und Möglichkeiten innerhalb unseres Unternehmens. Somit ist es für mich sehr einfach, dieses auch den Studierenden zu übermitteln. Jedes Jahr freue ich mich darüber, dass es einige Studierende schaffen, bei uns als Werkstudent*innen einzusteigen und sogar langfristig eine Perspektive bei uns zu finden.

Daneben versuche ich jedes Semester in Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem Corporate Bereich „People and Resources“ eine Exkursion für die Studierenden in die T-Systems MMS zu organisieren. Hier können sie sich bei der Führung und ausgewählten Vorträgen selbst ein Bild von uns als Unternehmen machen.“

Vielen Dank, Nico, dass du uns so viele spannende und ausführliche Einblicke in deine Arbeit als Hochschulbotschafter gegeben hast. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude mit dieser Aufgabe!

Dieses Interview bildet den Auftakt zu einer Serie, in der wir weitere Initiativen rund um unsere Hochschulbotschafter*innen vorstellen. Im nächsten Interview erzählt uns Andreas Wels von seinen Aktivitäten an der HTWK Leipzig.


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