Unter dem Motto „Connected As One” läuft aktuell konzernweit der Diversity-Monat. Ein guter Anlass, um auch über die Situation in der T-Systems MMS zu reflektieren. Denn vor allem die Fachbereiche Softwareentwicklung, -architektur und -engineering haben mit 10 Prozent die niedrigsten Frauenanteile in unserem Unternehmen. Doch wie ist es, wenn innerhalb eines Teams lange Zeit keine Geschlechterdiversität geherrscht hat und dann eine Frau Teil des Teams wird? Zwei Mitarbeitende berichten.

Janine Kahrau ist seit fast drei Jahren in der T-Systems MMS und Christoph Rimpler seit August 2018. Gemeinsam arbeiten sie in der Corporate Unit Business Technology (BT) und sind für DevOps-Tools und deren Betreuung zuständig. Dazu gehören beispielsweise Jira, Confluence, Artifactory oder Bitbucket. Sie bringen die Tools auf den neuesten Stand, beheben Fehler und arbeiten an deren Weiterentwicklung. Aber auch BT-interne Themen, wie die Serviceautomatisierung und das zentrale Logging werden bearbeitet. Als interner Dienstleister handelt es sich bei ihren Kunden um MMS-Teams, die diese Tools in ihren Projekten oder ihrer täglichen Betriebsarbeit einsetzen.

Das Team, welches zurzeit aus vier festen Mitgliedern besteht, arbeitet mit einer an Scrum angelehnten Methode. Dabei übernimmt jedes Teammitglied fachlich verschiedene Rollen (Mitarbeitende, Scrum Master, Protokollierende), die nach einem zweiwöchigen Sprint gewechselt werden. Organisatorische Aufgaben liegen dabei in der Verantwortung des Scrum Masters.

Wie divers ist das Team?

Durch wechselnde Praktikanten und Werkstudenten herrschte zwar bezüglich des Alters Diversität im Team, jedoch lange nicht bei den Geschlechtern. Vor Janines Beitritt handelte es sich um ein reines Männerteam. Aktuell bekommt Janine aber auch weibliche Unterstützung durch eine Studentin. Ein gutes Zeichen für die weibliche Nachwuchsförderung und auch im Management geht das Projektfeld mit einer Frau als Führungskraft mit gutem Beispiel voran!

Trotz anfänglicher Verunsicherung ist das Team gut zusammengewachsen und ihre Sorgen stellten sich als unbegründet heraus. Christoph berichtet, dass das eingespielte Männerteam eigene Umgangsarten und -töne pflegte, die Frauen als zu rau empfinden könnten. Es hängt also vor allem von der Persönlichkeit und dem gegenseitigen Respekt ab, ob die Synergien im Team funktionieren. Janine hingegen hatte eher fachliche Sorgen, da viele Themen und Aufgaben neu für sie waren. Bereits während ihres Studiums und in ihrem vorherigen Unternehmen waren die meisten Teammitglieder männlich, weswegen sie sich bereits daran gewöhnt hatte, in der Männerdomäne klarzukommen.

Neue Perspektive und Arbeitsweise

Sowohl Christoph als auch Janine empfinden es als angenehmer, in einem gemischten Team zu arbeiten. Janine hat neue Sichtweisen und Aspekte eingebracht, die sich in der Arbeitsweise des Teams bemerkbar machen. Beispielweise werden Dokumentationen nun strukturierter und gründlicher gemacht und nicht mehr aufgeschoben. Zudem werden Themen kritischer und direkter hinterfragt, was die Arbeitsweise lösungsorientierter und effizienter macht. Bei Abstimmungen wird es als angenehm empfunden, dass Janine das Eis bricht und offen ihre Ansichten in den Diskurs einbringt. Sie betont jedoch, dass solche Impulse auch durchaus von einem männlichen Teammitglied ausgehen könnten und nicht unbedingt auf ihr Geschlecht zurückzuführen sind.

Janine mag an einem gemischten Team vor allem, dass Konflikte offener ausgetragen werden als das ihrer Erfahrung nach in reinen Frauenteams der Fall ist. Während ihrer Einarbeitung erhielt sie viel Unterstützung von ihren Kollegen und hat das Gefühl, dass sie ihr gegenüber hilfsbereiter und geduldiger sind als vielleicht untereinander. Da ihr Harmonie besonders wichtig ist, wirkt sie, wenn es nötig ist, bei Konflikten zwischen ihren Kollegen deeskalierend und trägt zur Konfliktlösung bei.

Frauen sollen bestärkt werden

Es ist ein allgemeines Problem, dass im IT-Bereich zu wenige Frauen arbeiten und die Berufsfelder weniger attraktiv zu sein scheinen. Das macht sich bereits im Studium bemerkbar. Als Christoph Maschinenbau studiert hat, waren von 1.000 Studierenden bloß fünf weiblich. Bei Janine war es ähnlich und sie kennt auch vergleichsweise wenig andere Frauen, die in diesem Bereich arbeiten. Ihr technisches Studium hat sie vor allem deshalb gewählt, weil sie sich schon seit der Schulzeit für das mathematisch / naturwissenschaftliche Profil interessiert hat und darin durch ihre Eltern und Lehrkräfte immer unterstützt wurde. Ausschlaggebend war vor allem eine Veranstaltung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an der Schule, bei der auf die Wichtigkeit von Ingenieurberufen hingewiesen und dafür geworben wurde.
Sowohl Janine als auch Christoph würden sich wünschen, dass junge Frauen für die Berufe in der MINT-Branche bestärkt und ihre Interessen gefördert werden. Ansätze dafür liefert die T-Systems MMS beispielsweise durch den Girl‘s Day, Schülerpraktika und den Kindertag. Dieses Jahr arbeitet unser Unternehmen auch zum ersten Mal mit dem Frauenförderwerk Dresden zusammen, die für Schülerinnen ein einjähriges Berufsorientierungsprogramm bieten.

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