Auch in der fünften und damit letzten Folge der neuen Staffel von „Ausgesprochen Digital“ geht es um das Thema Blockchain. Sie hören noch einmal die Stimme unseres Experten Alexander Ebeling, IT-Consultant im Bereich Blockchain. Aber auch Dr. Alexandra Mikityuk, Head of Blockchain im Tech-Team der T-Labs in Berlin, schildert den Zuhörern ein neues Anwendungsszenario für die Blockchain-Technologie. Die Moderatoren Anja Schunk, aus dem Bereich HR der T-Systems Multimedia Solutions, und Steffen Wenzel, Mitgründer und Geschäftsführer von politik-digital e.V., erfahren in diesem offenen und herzlichen Gespräch nicht nur etwas über Blockchain, sondern auch über die gemeinsamen Projekte von Alexander und Alexandra.

„Blockchain beinhaltet noch ganz viele offene Fragestellungen und hat ein wahnsinniges Erforschungspotential.“

– Dr. Alexandra Mikityuk

Im Gespräch mit Dr. Alexandra Mikityuk und Alexander Ebeling

Dr. Alexandra Mikityuk ist Head of Blockchain und Mitgründerin der Blockchain Group T-Labs in Berlin. Sie ist ausgebildete Diplom-Ingenieurin und Doktor der Informatik. Nach Eintritt in die Arbeitswelt ist Alexandra Mikityuk immer mal wieder mit Magenta in Berührung gekommen. Von der T-Systems International GmbH über die Deutsche Telekom bis hin zu den Telekom Innovation Laboratories, sie hat über die Jahre viele Erfahrung gesammelt und spricht neben ihrer Muttersprache Russisch auch Deutsch und Englisch fließend.

Alexander Ebeling ist Projektleiter und Mitgründer des Blockchain Solution Center der T-Systems. Alexander ist Volkswirt im Schwerpunkt Verhaltensökonomik und als begeisternder Tech-Evangelist hat er die Blockchain-Aktivitäten 2016 in der Deutschen Telekom initiiert. Neben Beratungsprojekten auf Vorstandsebene und Paneldiskussionen auf Veranstaltungen, beschäftigt er sich in Kundenprojekten mit praxisnahen Anwendungsfällen in denen die Blockchain-Technologie die versprochenen Mehrwerte generiert. Nebenberuflich organisiert Alexander das Blockchain Meetup Saxony mit über 1000 aktiven Mitgliedern.





Blockchain in Großkonzernen – wie Innovationen getrieben werden

Dr. Alexandra Mikityuk und Alexander Ebeling kennen sich schon mehr als zwei Jahre und haben in diversen Projekten zusammengearbeitet. Sie sind sich einig, auch wenn sie dieses Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven beleuchten. Dr. Alexandra Mikityuk arbeitet bei den T- Labs, der Forschungs- und Entwicklungseinheit der Telekom. Der Vorteil ist, dass sie in diesem Rahmen gewisse Freiheitsgrade hat, etwas auszuprobieren, welche in der Wirtschaft in diesem Rahmen nicht möglich sind. Und Alexander Ebeling hat eher den Blick Richtung Kunde und Markt und nimmt die Forschungsergebnisse mit in die Projektarbeit.

Die Umsetzung von Blockchain in einem Großkonzern kann auf zwei verschiedene Möglichkeiten hinauslaufen. Das Bottom-Up-Modell bedeutet, dass es keine feste Umsetzungsstrategie mit statisch angepeilten Zielen gibt, sondern dass die Umsetzung marktgetrieben verläuft. Wählt ein Unternehmen die Top-Down-Variante, so folgt es festgelegten Zielen und reagiert in der Regel langsamer auf Innovationen oder Bedürfnisse des Marktes.


Alle reden von Blockchain – Sie verstehen nur Bahnhof? Frischen Sie Ihr Basiswissen zum Thema Blockchain auf und hören Sie nochmal in die erste Folge der aktuellen Staffel rein:
> „Basiswissen Blockchain“


Nach welcher Lösung verlangt der Markt?

Mit der Bottom-Up-Herangehensweise, um zunächst die Bedürfnisse des Marktes zu evaluieren, hat man sich bereits 2017 in der Anfangsphase mit rund 40 Startups in Berlin getroffen, die sich mit Blockchain beschäftigen. Hier sollte herausgefunden werden, was es auf dem Markt gibt, womit sich die Startups beschäftigen und was in Zukunft wichtig sein wird. Diese marktgetriebene Herangehensweise hat stets einen Blick für neue Entwicklungen und Änderungen des Marktes.

Nachdem die Anforderungen des Marktes evaluiert wurden, galt es Lösungen zu entwickeln. Zudem wurde auch schnell verstanden, dass es nicht die einzige Blockchain für alles geben wird. Daher ist es für die Telekom als Infrastrukturprovider sehr wichtig, verschiedene Blockchains zu verbinden und dem Kunden diese in Form einer Blockchain-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Allen voran sollte es der Multimodalität an den Kragen gehen. Eine Beispielanwendung von den T-Labs hierfür sind die Xride Blockchain-Scooter, die gleichzeitig mehrere Blockchain-Technologien benutzen. Nutzer, die eine längere Reise antreten, müssen oft verschiedene Verkehrsmittel mit unterschiedlichen Services nutzen. Dank der entwickelten Xride Lösung kann man nun mit seinem eigenen Wallet den Service ganz schnell und mit hoher Sicherheit nutzen, ohne lange Registrierungszeiten abzuwarten oder sich auf mehreren Portalen anmelden zu müssen.

> Video: BlockChain und eScooter – Netzgeschichten


„Gebt der Technologie ein bisschen Zeit. Innovationen kommen, aber bis sie Anwendung finden, dauert es eben seine Zeit.“

– Alexander Ebeling

Neben den Anwendungsbeispielen geht Dr. Alexandra Mikityuk auch auf Self Sovereign Identity (SSI) ein. Dass Nutzer ihre eigene Identität managen und die Kontrolle über sie haben, ist im Blockchain-Umfeld ein entscheidender Faktor. Denn ebenso wichtig wie die Effizienzsteigerung durch Blockchain ist auch die Selbstbestimmtheit und die hohe Sicherheit der Nutzeridentitäten.

Alexander Ebeling geht darüber hinaus auf die Möglichkeiten ein, wie Großkonzerne dem Thema Blockchain begegnen können. Viele Unternehmen bevorzugen es, das Thema in eigenen Innovationszentren aufzunehmen und die Umsetzung aus diesen heraus anzugehen. Wichtig dabei ist jedoch, dass diese Innovation Hubs nie einen abgeschlossenen Raum bilden, sondern stets ansprechbar für den Rest des Konzerns und die Fachabteilungen bleiben. Das schwierigste an Blockchain nämlich ist, dass sie keiner Firma gehört, sondern einem Ökosystem. Daher kann Blockchain auch nur gemeinsam betrieben werden.

Neben dem Ist-Zustand sprechen die beiden Experten auch über Blockchain der Zukunft und geben einen Ausblick. Dieser erstreckt sich sowohl auf die Anwendbarkeit und Standardisierung von Blockchain, als auch auf die Erwartungen an staatliches Verhalten.



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