An menschenleere Fabriken, die komplett von Robotern gesteuert werden, daran glaubt der sächsische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig nicht. Dass sich Arbeit und Fabriken durch die Digitalisierung jedoch stark ändern werden, davon ist er überzeugt. Wie genau, erfuhr er am 13. Januar bei einem Besuch in der T-Systems Multimedia Solutions. Dabei durften Themen wie Sicherheit, Virtuelle Realität und die Smart Factory nicht fehlen.

Im Videointerview mit Kathrin Langkamp spricht Martin Dulig ausführlich über die Digitalisierung in Sachsen:

Am Freitag, den 13. Januar, war der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig zu Gast bei der  T-Systems Multimedia Solutions. Einige Tage zuvor hatte er gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich bekannt gegeben, dass Dresden zu einem Digital Hub für smarte Systeme werden soll  – also einem zentralen Ort, um interdisziplinär zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen und die digitale Transformation voranzutreiben. (Lesen Sie hier einen Artikel dazu in der SZ-online) Der sogenannte „Smart Systems Hub“ verbindet dabei die Kompetenz der sächsischen Wirtschaft in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) mit der leistungsfähigen Forschungslandschaft im Freistaat und soll künftig für mehr lokale Wertschöpfung im Internet der Dinge  und damit für attraktive Arbeitsplätze sorgen. Und auch die T-Systems Multimedia Solutions möchte sich hieran maßgeblich beteiligen. Der Termin am Freitag gab dem Wirtschaftsminister einen ersten Einblick, welche Dienstleistungen und Lösungen für Kunden aus ganz Deutschland, aber auch über die deutschen Grenzen hinweg, bereits in Sachsen durch den Digital-Dienstleister entwickelt werden.

Martin Dulig zu Gast bei T-Systems Multimedia Solutions

Mehr Vernetzung bedeutet mehr Sicherheit

Ein Highlight war dabei sicherlich das Live-Hacking von Thomas Haase. Der Sicherheitsexperte stellte Einfallstore und Risiken des Internet der Dinge vor, indem er Zugriffe auf private Überwachungskameras fremder Haushalte simulierte. Zudem machte er mit den Teilnehmern einen Ausflug in das „Darknet“ – sozusagen ein verstecktes Hinterzimmer des Internets, welches nicht so einfach zu finden ist und in dem die Nutzer anonym bleiben – und zeigte wie einfach und vor allem preiswert Dienstleistungen für Schadprogramme beziehungsweise „Malware“ dort zu erwerben sind.  Thomas Haase ist dabei ein sogenannter „ethischer Hacker“ und hackt Systeme nur, um Kunden vor Augen zu führen, wie einfach es ist über das Internet der Dinge in IT-Systeme und Infrastrukturen fremder Personen oder Unternehmen einzudringen. In Zeiten der totalen Vernetzung ein besonders wichtiger Aspekt – werden doch so gut wie alle denkbaren Geräte immer intelligenter und greifen aufs Internet zu. So auch in den Fabriken.

Auch die smarte Fabrik der Zukunft agiert zunehmend automatisiert. Maschinen sind vernetzt und kommunizieren untereinander. Dabei ist die Produktion auf Losgröße eine der wichtigsten Trends in diesem Bereich, denn dadurch kann die Produktion für die Kunden immer individualisierter erfolgen. Sören Kahl, Cloud-Experte, zeigte dem Staatsminister am Beispiel einer Lego-Produktionsstraße die Anbindung einer Smart Factory in der Cloud.

Martin Dulig und Sören Kahl an der Lego Straße

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Industrie 4.0 sowie den Showcase zu unserer Legostraße.

Last but not least wagte Martin Dulig dann noch, gemeinsam mit Virtual Reality Experte Frank Lamack, einen Ausflug in die virtuellen Welten. Mit einer VR-Brille konnte er sich die Einrichtungen eines großen Flugzeugherstellers anschauen und mithilfe einer HoloLens sehen, wie künftig die Wartung von Maschinen mithilfe von 3D-Projektionen unterstützt werden kann.

Martin Dulig mit VR-Brille und Frank Lamack

Am Ende des Tages konnte der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig einen Überblick bekommen, was schon jetzt alles möglich ist, die T-Systems Multimedia Solutions und ihre Arbeit kennenlernen und hoffentlich die ein oder andere Inspiration mitnehmen – für sich, für Dresden und für Sachsen.

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