Fortsetzung folgt – heute: In der letzten Folge von „Ausgesprochen Digital“ ging es um das Thema
DevOps, im Rahmen eines Erfahrungsberichtes aus Managementsicht. Zur Erinnerung: DevOps ist eine Form der Softwareentwicklung, durch eine Verbindung der Bereiche Entwicklung und IT-Betrieb. Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil zu dieser Methode und einem Perspektivwechsel. Die Moderatoren Steffen Wenzel und Anja Schunk sprechen diesmal mit Sören Fillsack (System Engineering) und Sebastian Erler (Software Engineering) von der T-Systems Multimedia Solutions, über die praktischen Erfahrungen mit diesem kulturellen Wandel. Wie kamen sie zu dieser Methode? Halten sie diese Arbeitsweise für sinnvoll? Was sind vielleicht Probleme bei dieser Neugestaltung im Team?



„Jeder hat, denke ich mal, seine Vorteile daraus, dass er seine Arbeit besser machen kann und auch Leute hat, auf die er zugehen kann, wenn er ein Problem hat und selbst nicht weiterkommt.“

Sören Fillsack im Podcast





Im Gespräch mit Sören Fillsack und Sebastian Erler


Sören Fillsack hat eine Fachschulausbildung als Wirtschaftsassistent für Datenverarbeitung und eine duale Ausbildung zum Informatikkaufmann. Seit 2014 arbeitet er bei der T-Systems Multimedia Solutions im Team für E-Commerce Lösungen, wo er für den Aufbau, Support und die Weiterentwicklung der Infrastruktur und Anwendung für E-Commerce Lösungen zuständig ist. Seit 2018 ist er im DevOps-Team für Aufbau und Weiterentwicklung tätig.

Sebastian Erler hat Medieninformatik in Dresden studiert und schon als Werkstudent bei der T-Systems Multimedia Solutions im Bereich Innovation gearbeitet. Danach wurde er Softwareentwickler und Anforderungsmanager in der T-Systems Multimedia Solutions, in den Bereichen E-Commerce (Webshops) und Automotive. Seit Februar 2019 ist Sebastian Erler Penetration Tester mit den Schwerpunkten Webanwendungen und Mobile Apps.

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Fail Fast, Fail Often

Schon in der letzten Folge von „Ausgesprochen Digital“ ging es um das Thema DevOps. Wir wissen also jetzt, dass DevOps eine Methode ist, bei der die Bereiche Entwicklung und IT-Betrieb miteinander verbunden werden. Aus zwei Teams werde eins. Klingt leicht, ist es aber nicht unbedingt. Heute, in unserem zweiten Teil, helfen uns die Experten Sören Fillsack und Sebastian Erler dabei, eine andere Perspektive einzunehmen. Sie bieten einen tiefen Einblick in den praktischen Umgang mit der Methode, da sie selbst diese Zusammenlegung erlebt haben: Sebastian Erler kommt aus der Softwareentwicklung und ist somit der „Dev-Teil“ in diesem Team und Sören kommt aus dem IT-Betrieb und bildet den „Ops-Teil“ in der neuen Struktur. Die Moderatoren Steffen Wenzel, Mitgründer und Geschäftsführer von politik-digital e.V., und Anja Schunk, aus dem Bereich HR der T-Systems Multimedia Solutions, bekommen von den beiden Mitgliedern aus dem DevOps-Team, eine leicht verständliche Erklärung zu dem Umgang mit diesem kulturellen Wandel.

Für Sebastian Erler hat sich in dieser neuen Struktur inhaltlich nicht sehr viel verändert. Nichtsdestotrotz bedeutet die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem IT-Betrieb eine neue Situation und verlangt den Mitgliedern eine gedankliche Umstellung ab. Früher hat er mit dem Kunden gesprochen, eine Software entwickelt und daraufhin das Projekt in den IT-Betrieb abgegeben. Von diesem Moment an war für Sebastian Erler das Projekt abgeschlossen. Falls also im Nachhinein noch Fragen oder Probleme entstanden sind, war eine weitere Zusammenarbeit kaum möglich. Jetzt sind aber alle Mitarbeiter weiterhin an dem Projekt beteiligt und die Kollegen sitzen gleich nebenan, falls etwas besprochen werden muss.
Dadurch entstehen verkürzte Kommunikationswege und vor allem bekommen die Teammitglieder durch regelmäßige Meetings ein Gefühl für andere Probleme und Denkweisen.

Sören Fillsack kann das nur bestätigen. Auch er sieht den Vorteil der kürzeren Kommunikationswege in der neuen Struktur. Denn durch die Auflösung der klassischen Rollen, verteilt sich die Arbeit auf mehren Schultern. Die DevOps Methode beinhaltet eine Horizonterweiterung, sodass alle Teammitglieder voneinander lernen und sich so das Wissen von allen Arbeitsbereichen aneignen (T-Shape). Und falls doch ein kompetenter Ansprechpartner gebraucht wird, sitzt er gleich nebenan – praktisch und effizient. Dadurch vereinfacht sich die Kommunikation und die Perspektiven erweitern sich.


„Bei DevOps spricht man von T-Shape. Das bedeutet im Prinzip, man hat ein relativ breites Allgemeinwissen und dann aber trotzdem noch seine Spezialisierung.“

Sebastian Erler im Podcast


Trotz aller Vorteile bei dieser Zusammenarbeit, gibt es auch Herausforderungen auf dem Weg über die Silohürden hinweg. Sören Fillsack und Sebastian Erler sprechen mit einem Beispiel aus Erfahrung: Vorher haben beide Bereiche jeweils mit ihrem eigenen Ticket-System gearbeitet, was jetzt nicht länger sinnvoll ist und deshalb zu einem System zusammengefasst werden muss. Daran müssen sich Mitarbeiter wie auch Kunden gewöhnen. Solche organisatorischen Dinge brauchen Zeit und lassen sich nicht von heute auf morgen verändern. 

Das Ziel von DevOps ist es, ein Team zu haben, das bei allen Arbeitsschritten gemeinsam agiert und wirklich Herr der Lage ist. Vorher haben die Entwickler sich so schnell wie möglich von Projekt zu Projekt bewegt, sie waren maximal ausgelastet. Heute soll damit Schluss sein.


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Auch im Sinne von Working Out Loud stellt Anja Schunk die Frage, wie die beiden Experten und ihre Kollegen denn ihr neu gewonnenes Wissen verbreiten, schließlich sind ihre Erkenntnisse eine Bereicherung für andere Unternehmen. Deshalb darf jeder, der Interesse an der Methode hat, an ihren Teammeetings teilnehmen. Außerdem ist der abteilungsübergreifende Austausch durch die Communitys sehr wertvoll. Natürlich sind sie auch deshalb heute bei unserem Podcast zu Gast, denn wo könnten sie besser ihre Erfahrungen teilen, als hier?

Obendrein geben sie in dem Gespräch einen Ausblick in die Zukunft, schließlich ist mit der Entwicklung nie Schluss – wo könnte es wohl als nächstes hingehen? Als kleines Schmankerl erzählen sie außerdem noch, welche Erfahrungen sie schon mit Kunden gemacht haben, mit einem ganz speziell. Natürlich dürfen sie nicht zu viel verraten, aber einen Eindruck bekommen die Zuhörer doch. Abschließend geben sie noch eine Einschätzung zu künftigen Studieninhalten und Tipps für angehende DevOpsler: Das Wichtigste ist, immer die Augen offen zu halten, nach Weiterentwicklungsmöglichkeiten!

Wir haben Sie auf den Geschmack, … aufs Gehör gebracht? Dann lesen Sie doch begleitend den Artikel „Von DevOps zu DevQOps“


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