Die Cloud ist ein wichtiger Eckstein für die digitale Transformation. Sie macht neue digitale Geschäftsmodelle möglich und ist aus unserer modernen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Aktuell sieht es allerdings so aus, dass 82 % der Unternehmen weltweit und 76 % in Deutschland eine Lücke zwischen den Erwartungen der Anwender und den bereitgestellten Services sehen.

Was möchten Nutzer? Sie wollen einen ungehinderten Zugang zu Daten und Anwendungen genießen, aber die IT-Abteilungen dürfen diese Services häufig aufgrund der Compliance-Vorgaben nicht bereitstellen. Wie schaffen wir es trotzdem, unsere Daten professionell mit anderen Unternehmen auszutauschen, damit wir agil arbeiten können?

Die Vorteile von Cloud-Lösungen sind die Agilität und die Dynamik. Mitarbeiter können zeit- und ortunabhängig in beliebigem Umfang auf Speicherplatz, Prozessorleistung und auch Software-Lizenzen zugreifen, da die Cloud-Ressourcen skalierbar sind. Kommt es im Unternehmen beispielsweise zu einer extrem hohen Nutzungsauslastung, lassen sich die virtuellen Ressourcen direkt aufstocken.

Cloud-Lösungen gehen allerdings auch mit einem Vorbehalt einher: Wir haben große Sicherheitsbedenken, wenn Daten an einen anderen Anbieter weitergegeben werden. Wie können wir die Compliance-Anforderungen unseres Unternehmens auch in der Cloud eingehalten werden? 


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Warum setzen wir Cloud Computing ein?

Die Public Cloud ist ein Innovationstreiber, der die Agilität und auch die Produktivität in Kombination mit DevOps fördert. Die Cloud bietet Räume, in denen Unternehmen experimentieren können, ohne große Investitionen tätigen zu müssen oder langfristige Verträge abzuschließen. Die Hürde ist damit sehr gering, Neues zu erproben.

Hinzu kommt: Wenn eine Innovation vielversprechend ist und vorangetrieben werden soll, lässt sie sich dank der IT-Infrastrukturen in der Cloud einfach und schnell im Unternehmen implementieren. Zudem werden cloudbasierte Kooperationen möglich, bei denen gemeinsam mit Partnern neue Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden können. Wird das Cloud Computing richtig eingesetzt, profitieren Unternehmen von vielen Potentialen – auch in Bezug auf Kosten.

Ein sehr bekanntes und erfolgreiches Cloud-Beispiel finden wir bei Netflix. Seit 2008 suchte das Unternehmen neue und bessere Wege, um Filme für seine Kunden zuverlässig und auf verschiedenen Geräten zugänglich zu machen. Bis dahin setzte Netflix vertikal skalierte Single Points of Failure ein. Das waren zum Beispiel relationale Datenbanken, die mit dem Risiko eines Teilausfalls einhergingen.

Die neue Lösung: ein Datencenter aus verteilten Cloud-Systemen. Die Aufgaben werden hierbei auf verschiedene Clouds verteilt und die Clients greifen auf mehrere Systeme zu. Man spricht hier von einer „Nebenläufigkeit“, das heißt die Aufgaben werden von den Clouds parallel bearbeitet und die Last gleichmäßig verteilt. Sollte ein Cloud-System ausfallen, springt einfach ein anderes ein. 2016 hatte es Netflix geschafft, alle kundenseitigen Dienste und auch die eigenen Systeme komplett in die Cloud zu verlagern.

Die Umstellung zeigte eine beeindruckende Wirkung: Sie zog einen 1.000-fachen Anstieg des Streaming-Aufkommens nach sich und die Mitgliederzahlen haben sich in dieser Zeit verachtfacht.

Netflix selbst sagt:

„Die Elastizität der Cloud […] gestattet uns, innerhalb weniger Minuten mehrere tausend virtuelle Server und Speicherplatz im Umfang von mehreren Petabytes hinzuzufügen, was eine solche Expansion erst möglich macht.“

Quelle: https://media.netflix.com/de/company-blog/completing-the-netflix-cloud-migration


Auf was müssen Kunden bei der Einführung von Cloud Computing achten?

  • Technische Herausforderungen
  • Personelle Ressourcen für Administration, IT-Compliance, Patch-Management, ggfls. interne Schulungen & Support
  • Know-How für die Administration und das Patch-Management
  • Umsetzung der Compliance Anforderungen wie Informationssicherheit, Datenschutz, Datenaufbewahrung und Verfügbarkeit
  • Sicherheitsbedenken (Daten müssen an einen anderen Anbieter rausgegeben werden, das ist immer schwierig -> daher ist das Compliance Konzept auch so wichtig)
  • Abhängigkeit gegenüber dem Cloud-Anbieter
  • Kostenkontrolle

Beispiel: So integrieren Sie die Cloud erfolgreich

Sehen wir einmal einem großen Automobil-Hersteller über die Schulter, der international tätig ist und vom klassischen Rechenzentrum kommt. Wie ist seine Ausgangssituation? Er hat einen großen Applikationspool, den er auch erfolgreich betreibt, doch nun ändert sich die Unternehmens-Strategie.

Aufgrund der Wertschöpfung kann sich das Unternehmen nur eine minimale Fehlertoleranz in der Produktion leisten. Ziel ist daher, mit neuen Services die Qualität nicht erst am Prozessende zu prüfen, sondern bereits im laufenden Fertigungsprozess, und das Unternehmen sucht nun nach einer Plattform, die mehr Agilität und eine globale Abdeckung mitbringt.

Vom klassischen Rechenzentrum zum Cloud-Dienst

Es sollen nun zunehmend Cloud-Dienste genutzt werden statt der lokalen Systeme. Es ist immer eine ganz individuelle Entscheidung, welche Cloud-Lösung in Frage kommt. Wenn Sie auch vor der Entscheidung stehen, einen Cloud-Dienst auszuwählen, nehmen Sie gern Kontakt zu T-Systems Multimedia Solutions auf und wir unterstützen Sie bei der Auswahl.

In diesem Fall entscheidet sich das Unternehmen für Microsoft Azure, weil es ihm Schnelligkeit und ausreichend Freiheiten sowie die Einhaltung der Governance- und Compliance-Vorgaben ermöglicht. Das Unternehmen kann seine Anforderungen wie in einem klassischen Rechenzentrum angehen und bestehende Prozesse adaptieren, die auch für den klassischen Rechenzentrumbetrieb gelten. So wird schnell eine praktikable Lösung gefunden, welche Kontrolle und Freiheit vereint.

Was macht der Automobil-Hersteller besonders gut? Er bezog vom ersten Tag an alle Stakeholder mit ein. So setzten sich das Management mit verschiedenen Mitarbeitern aus Einkauf, Produktion, Verwaltung und die Application Dev + Ops Teams an einen Tisch, um die eigenen Prozesse auf die Cloud hin zu erweitern. Auch zukünftige Weiterentwicklungen wurden von vornherein mitberücksichtigt.

Der Projektmodus lief transparent, agil und kollaborativ ab, sodass sich stets alle Stakeholder beteiligen konnten und somit ihre Anforderungen bei der Umsetzung einbringen konnten. Dabei wurden auch kritische Applikationen vom Kunden direkt mit genutzt, um zu validieren, dass die Governance auch bei diesen sauber funktioniert.


Wie wird die Compliance in der Cloud eingehalten?

In Microsoft Azure wird die Compliance über Arbeitsbereiche umgesetzt. Die Cloud trägt dafür Sorge, dass einzelne Mitarbeiter als Application-Owner genau jene Dinge tun können, die sie tun dürfen. Die Rolle „Sicherheitsleser“ kann sich beispielsweise alle Sicherheitsdienste anzeigen lassen, aber keine Änderungen vornehmen, und die Rolle „Mitwirkender von klassischem Netzwerk“ ermöglicht das Verwalten von klassischen Netzwerken, nicht aber den Zugriff darauf.

Auf diese Weise werden die Bestandsprozesse des Rechenzentrums nahtlos in die Azure-Welt transferiert und zusätzlich um die Azure-Welt erweitert. Im sogenannten Azure-Cloud-Manager spiegelt sich dieses Bild wider. Für den Automobil-Hersteller bietet Azure einen sicheren Arbeitsbereich, denn hier kann er verschiedene Test- und Entwicklungsumgebungen fahren und dabei seine Applikationen mit unterschiedlichen Rechte- und Rollenkonzepten schützen.


Cloud & Compliance – weniger Risiken dank aktuellster Technologien

Wenn Sie noch Vorbehalte haben, eine Cloud-Lösung im Unternehmen einzusetzen, bedenken Sie: Auch die Hardware im Rechenzentrum ist kein Garant für Sicherheit. Hinzu kommt, dass die großen Cloud Solution Anbieter die Bedenken der Anwender sehr ernst nehmen und extrem in Datensicherheit investieren.

Die IT-Sicherheit und Compliance gehören maßgeblich zum Kerngeschäft eines Cloud-Providers. Die Anbieter stellen Ihnen aktuellste Technologien zu Sicherheit, Backup, Recovery, Archivierung & im Notfall-Management zur Verfügung.

Der im Beispiel vorgestellte Automobil-Hersteller profitiert dank der Azure-Erweiterung von Schnelligkeit, Freiheit und der Einhaltung seiner Compliance-Vorgaben. Das Unternehmen kann damit die zwei polarisierenden Elemente Kontrolle und Freiheit optimal miteinander in Einklang bringen. Dank der Cloud-Lösung bleibt die IT schnell und stabil, aber macht innovative Lösungen möglich.


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