Wer digital gut aufgestellt ist, kommt schneller und besser durch die Krise. Aber ohne (digitale) Zuverlässigkeit sind die besten digitalen Services, die neusten Systeme und der agilste Betrieb nutzlos. Notwendig wird eine neue, zeitgemäße Interpretation von Zuverlässigkeit. Genau darum dreht sich alles in der neuen Folge „Ausgesprochen Digital“. Die Moderatoren Kathrin Langkamp und Steffen Wenzel haben dazu Jörg Hastreiter, IT-Leiter und Frank Schönefeld, Leiter des Geschäftsbereichs Digital Reliability  bei der T-Systems Multimedia Solutions (MMS) eingeladen. Gemeinsam schildern sie, welche Herausforderungen das Unternehmen und die Kunden zu bewältigen hatten und welche langfristigen Trends sich daraus ergeben.

Im Gespräch mit Jörg Hastreiter und Frank Schönefeld

Jörg Hastreiter ist IT-Leiter bei der T-Systems MMS und verantwortlich für den sicheren und effizienten Betrieb und die Weiterentwicklung der Prozesse, IT-Infrastruktur sowie Bürogebäude.

Frank Schönefeld ist Mitglied der Geschäftsleitung der T-Systems MMS und Leiter des Business-Bereichs Digital Reliability.

Die Nutzung von digitalen Plattformen hat sich in allen Altersklassen mit Beginn der Krise mehr als verdoppelt, so eine Studie des internationalen Consulting-Unternehmens McKinsey. Mit der erhöhten Auslastung der digitalen Plattformen wird auch eine stabilere Performance notwendig. Die Systeme werden zudem durch das neue Nutzungsverhalten immer attraktiver für Cyber-Angriffe. Die meisten Angriffe fanden dementsprechend im ersten Quartal 2020 mit fast 19 Prozent bei Onlineshops statt, dicht gefolgt von globalen Internetportalen und sozialen Netzwerken. Auch der Trend von zu Hause aus zu arbeiten bietet Angreifern neue Möglichkeiten, so dass Sicherheit und Datenschutz eine wesentliche Voraussetzung auch für den digitalen Arbeitsplatz geworden sind. Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Systeme stellen bei dem Thema „digitale Zuverlässigkeit“ allerdings nur zwei wesentliche Aspekte dar. Mittlerweile macht die Sensibilisierung der Mitarbeiter und die Aspekte der Nutzerfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit einen großen Anteil aus, um eine verlässliche IT bereitzustellen. Letztendlich nützt das sicherste System nichts, wenn ein Benutzer damit nicht umgehen kann.

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Doch die „neue Normalität“ stellt auch Anforderungen an die Entwicklung neuer und innovativer Werkzeuge, um den Alltag und das Zusammenleben in einer Pandemie zu erleichtern. Bei digitalen Neuentwicklungen, wie der Corona-Warn-App der Bundesregierung, müssen diese Facetten der digitalen Zuverlässigkeit stets mit bedacht werden. Aus diesem Grund unterstützte die T-Systems MMS bei dem Thema Datenschutz und mit Testing in der Entwicklung der App.

„Die Nachfrage an digitalen Prozessen hat sich in den letzten Monaten enorm verstärkt. Diese dann sicher, gesetzeskonform und zuverlässig zu gestalten, ist meiner Meinung nach der Haupttrend in einem New Normal.“

Frank Schönefeld, Geschäftsleiter der Business Area Digital Reliability

Die Aufgabe von Jörg Hastreiters als IT-Leiter der T-Systems MMS war es in den ersten Wochen des Lockdowns, den Mitarbeitern eine sichere und zuverlässige Infrastruktur mit Remote Access im Home Office zur Verfügung zu stellen. Die größte Herausforderung während der Krise war das Bereitstellen von Kollaborations-Möglichkeiten für die Teams untereinander, vor allem aber mit den Kunden. Hier hat sich zunächst eine ‚Schatten-IT‘ im Unternehmen entwickelt. Mitarbeiter mussten schnell handeln und fingen an, entsprechende Tools ohne Absprache mit der IT-Abteilung zu nutzen. Das positive an der Entwicklung: als Reaktion auf das Verhalten der Mitarbeiter wurde der Prozess zur Einführung neuer Systeme verkürzt, um effiziente Arbeitsweisen voranzutreiben.

„Unsere Arbeit in dem Geschäftsfeld Business Technology hat sich insofern geändert, dass wir ständig mit Veränderungen umgehen müssen. Diese Fragestellung breitet sich auf verschiedenen Dimensionen aus. Aktuell diskutieren wir beispielsweise darüber, wieviel Bürofläche künftig noch gebraucht wird oder wie wir online neu zusammenarbeiten können.“

Jörg Hastreiter, IT-Leiter

Einen Weg zurück zur alten Normalität wird es wohl nicht geben, darüber sind sich beide Gäste in dieser Podcast-Folge einig. Somit wird sich das Home Office im New Normal auch nicht komplett verabschieden. Welche Vor- und Nachteile wird das für die Zukunft mit sich bringen? Auch wenn bisher jede Krise die Innovationskraft vorangetrieben hat und es auch bei der aktuellen Krise viele Neu- und Weiterentwicklungen, vor allem im Bereich der Digitalisierung gibt, sieht Frank hier trotzdem eine Gefahr. Um auf kurzfristige Sicht gegen eine Krise anzukommen reichen Innovationen, die aus einer kurzfristigen Notwendigkeit heraus entstehen, aus. Für eine langfristige und strategische Entwicklung von neuen Ideen, spielen aber besonders Raum für Kreativität und der persönliche Austausch eine entscheidende Rolle. Diese ist im Home Office nur teilweise gegeben. Auch der Aspekt geschützter Räume im Büro ist für Frank sehr bedeutend – er braucht den „Rückzugsort“, um konzentriert arbeiten zu können und sich von seiner Umgebung abzuschotten. Jörg dagegen sieht im Home Office ebenso die Chance, aus dem täglichen Hamsterrad auszubrechen und dadurch neue Wege gehen zu können. Die Bedürfnisse sind also sehr individuell und müssen bei der zukünftigen Weiterentwicklung von Arbeitsmodellen und Büroflächen berücksichtigt werden. Vom »Normalfall Büro« hin zu einer hybriden, flexiblen und nachhaltigen Arbeitswelt muss auch die IT-technische Grundausstattung entsprechend angepasst werden. Die Studienergebnisse des Fraunhofer IAO zeigen Handlungsschritte auf, die bei der Gestaltung des zukünftigen Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle spielen. So empfinden beispielsweise gut ein Drittel der befragten Mitarbeiter von Unternehmen die Entzerrung der Arbeitsplätze als wichtig, aber als noch zu etablierenden Prozess. Ebenso der Aspekt einer flexibleren Gestaltung der Arbeitsräume, wozu beispielsweise non-territoriale Bürokonzepte, flexible Stellwände oder mobile Arbeitsplatzeinrichtungen zählen, sind neue relevante Handlungsspielräume.

Welche weiteren Trends zeichnen sich in Bezug auf digitale Zuverlässigkeit ab? Wie wirkt sich die aktuelle Lage auf Innovationen aus? Und was müssen Sie außerdem noch beachten, um sicher und zuverlässig durch die Krise zu kommen? Hören Sie selbst.

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