Sylvia Friedemann arbeitet seit 5 Jahren in der T-Systems Multimedia Solutions und trifft jeden Tag auf neue Gesichter – denn sie arbeitet im Recruiting! Wie sich die „andere Seite“ des Bewerbungsprozesses so anfühlt und warum sie die T-Systems MMS für 1,5 Jahre verlassen hat, aber schließlich doch zurückgekehrt ist, hat Sylvia uns im Interview verraten.

 

Sylvia, du arbeitest in der Personalabteilung der T-Systems Multimedia Solutions – und bist oftmals eine der ersten Personen, mit der neue Mitarbeiter in Berührung kommen! Welche Aufgaben beschäftigen dich tagtäglich?

Konkret arbeite ich im Recruiting und meine Aufgabe ist es, neue Mitarbeiter für die MMS zu finden. Das bedeutet, meine Kollegen und ich schreiben Stellenangebote aus, suchen über soziale Netzwerke wie XING nach geeigneten Kandidaten, sichten Bewerbungen, führen Vorstellungsgespräche und unterbreiten anschließend Angebote. Wir stellen im Jahr bis zu 200 neue Kollegen ein. Meistens führen wir ein bis zwei, manchmal auch drei Vorstellungsgespräche am Tag, ab und zu sogar einen ganzen Bewerbertag. Nach den Interviews werten die Führungskräfte und ich die Gespräche noch aus. Das Ergebnis teile ich dann meistens den Bewerbern eine Woche später telefonisch mit. Ich gebe ihnen Feedback und im besten Fall unterbreite ich ihnen ein Einstellungsangebot.

 

Du hast den Bewerbertag erwähnt, was können wir uns darunter vorstellen?

Für einen Bewerbertag laden wir für verschiedene Stellen gleich mehrere Bewerber ein. Jedoch nicht wie in einem Assessment Center, wo die Bewerber gegeneinander antreten, sondern die Bewerber kommen quasi für verschiedene Positionen in die MMS und entsprechend sind auch unterschiedliche Führungskräfte zur Beurteilung eingeladen. Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit, um die Bewerber kennenzulernen, zum Beispiel bei einem Rundgang durch die MMS oder einer gemeinsamen Mittagspause, stellen Gruppenaufgaben, welche die Bewerber gemeinsam lösen müssen und führen zwischendurch einzelne Vorstellungsgespräche. Somit haben die Bewerber die Chance, mehr von der MMS und den Führungskräften kennenzulernen und wir als Unternehmen haben die Möglichkeit, den Bewerber intensiver in seiner Arbeitsweise und in Interaktion mit anderen zu beobachten.


> Blog Serverraumgeschichten
Lesenswerte Beiträge, Geschichten aus dem Serverraum von Mitarbeitern der T-Systems Multimedia Solutions GmbH

 

Mit welchen Jobprofilen hast du denn besonders häufig Gespräche?

In erster Linie sind wir ein IT-Projekthaus, weshalb wir überwiegend IT-Profile suchen, also IT-Projektleiter, Softwareentwickler, IT-Consultants. Da ich bis vor kurzem zusätzlich unsere Querschnittsbereiche, also zum Beispiel HR und den Einkauf betreute, hatte ich auch hin und wieder mit ganz anderen Profilen zu tun. Hier könnt ihr alle offenen Positionen einsehen.

 

Du bist jetzt insgesamt schon 5 Jahre in der MMS – aber mit einer Unterbrechung. Denn du hast vor einigen Jahren die MMS verlassen, was waren denn damals deine Beweggründe dafür?

Die MMS ist recht groß und im Personalbereich spezialisiert aufgestellt. Es gibt zum Beispiel einzelne Teams wie das Recruiting, das Vertragsmanagement oder die Personalentwicklung. Ich hatte damals die Chance eine Personalreferentenstelle anzutreten, das bedeutet, in einem deutlich kleineren Unternehmen alle Aufgaben zu übernehmen, also nicht nur zu rekrutieren, sondern auch Verträge zu gestalten, Mitarbeiter zu betreuen und Personalentwicklungsaufgaben zu übernehmen. Diese Vielfalt war meine Wechselmotivation und der Grund für ein kleineres Unternehmen.

 

Jetzt bist du jedoch wieder hier – was hat dich dazu bewegt, nach anderthalb Jahren wieder zurückzukehren?

Für mich gab es zwei entscheidende Gründe: zum einen hab ich gemerkt, dass das Recruiting mir am meisten Spaß macht, nicht nur in der MMS sondern auch in dem anderen Unternehmen. Der zweite Grund war die MMS als Unternehmen. Die Themenvielfalt gefällt mir. Neben den bereits beschriebenen täglichen Aufgaben im Recruiting haben wir im Team noch sehr viele weitere unterschiedliche Projekte mit denen wir uns beschäftigen. Auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern und Dienstleistern gehört dazu. Außerdem haben wir eine tolle Unternehmenskultur, sodass die meisten Kollegen einfach auch Freunde werden können.

 

Wenn du jetzt im Nachhinein zurück blickst auf die Zeit außerhalb der MMS, gibt es da Erfahrungen die du gemacht hast, die du in der MMS nicht gemacht hättest und die dich heute in deinem Job weiter bringen?

Ich habe mehr Verständnis für die angrenzenden Personalfachbereiche bekommen: Wie erstellt man einen Vertrag, was sind die rechtlichen Grundlagen, wie werden Personalentwicklungsworkshops geleitet, welche Methoden und Mittel gibt es – das wusste ich schon theoretisch, hab das aber noch nie selbst durchgeführt. Deshalb war es wirklich schön, mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Andererseits weiß ich nun, wie es in einem deutlich kleineren Unternehmen funktioniert – jeder übernimmt im Prinzip alle Aufgaben ohne sich auf ein Thema fokussieren zu können. Ich weiß nun zu schätzen, dass ich mich auf ein Aufgabengebiet konzentrieren und spezialisieren kann.

 

Erlebst du es als Recruiter häufiger, dass ehemalige Mitarbeiter zurückkehren?

Ich hab das Gefühl, es nimmt ein bisschen zu. Vielleicht ist das auch nur meine Wahrnehmung, dass ich mir diese Fälle oder diese Kollegen besonders merke, da ich selbst eine Rückkehrerin bin. Aber es kommt auf alle Fälle hin und wieder vor. Und häufig stehen bei den Rückkehrern ähnliche Gründe wie bei mir dahinter – die Erkenntnis, was die MMS für ein großartiger Arbeitgeber ist.

 

Dein abschließender Tipp für neue Bewerber und schon mal dagewesene Bewerber?

Lasst euch nicht vom Konzern-Hintergrund täuschen. Wir sind ein Unternehmen, welches Freiräume, Flexibilität und Verantwortung bietet, zusammen mit großen Kunden und vielfältigen Projekten. Bereitet euch gut auf eure Bewerbung vor, aber bleibt authentisch. Auch wir kochen nur mit Wasser!

 

 

Bewertung

Vielen Dank!

Wie hat dir der Beitrag gefallen? Gib deine Bewertung ab.
Es bewerteten insgesamt 3 Personen.