DevOps ist in der digitalen Welt angekommen – gerne verwendet, viel diskutiert und etliche Male angepriesen. Dahinter steckt, die effiziente Verknüpfung aller Prozesse in der Softwareentwicklung bis hin zur Betriebssteuerung ganzer Systeme. Das wird in Zeiten immer komplexerer IT-Strukturen, geringeren Produktlebenszyklen  und gleichzeitig steigenden Kundenanforderungen immer wichtiger. Im Interview plädiert Stephan Oswald, DevOps-Spezialist der T-Systems Multimedia Solutions, deshalb für mehr Q im DevOps-Hype – Q für Qualität. Denn die Qualitätssicherung ist ein wesentlicher Bestandteil, der in den Entwicklungsmodellen oft zu spät stattfindet. Und so wird DevOps zu DevQops. Doch wie können Unternehmen dieses Prinzip praktisch umsetzen? Auf der CeBIT präsentiert er einen ganzheitlichen Ansatz, welcher einen reibungslosen Prozess garantiert und somit den aktuellen Bedürfnissen Rechnung trägt.

DevOps ist in aller Munde, doch was steckt genau hinter diesem Trendbegriff?

DevOps ist nicht nur ein IT-Thema, sondern vielmehr eine Unternehmenskultur, die neben technischen Komponenten noch eine intensive Kommunikation und Interaktion verschiedener Fachbereiche erfordert. Der Hintergrund ist, dass Unternehmen momentan vor der Herausforderung stehen ihre Produkte und Warenangebote schnell an den Markt zu bringen und dabei auch noch agil und flexibel auf dessen Bedürfnisse zu reagieren. Um das zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit innerhalb von Softwareprojekten das Entscheidende Kriterium: Von der Entwicklung bis zum Betrieb. Daher auch der Name DevOps, denn der setzt sich aus den englischen Wörtern Development (Entwicklung) und Operations (Betrieb) zusammen. So können Prozesse durch Standardisierung und Automatisierung vereinfacht und damit auch Abläufe beschleunigt werden. Doch bei all der Eile darf der Qualitätsfaktor nicht aus den Augen verloren werden, denn fehlerhafte oder unzureichende Anwendungen bergen unternehmenskritische Risiken. Deswegen vertreten wir den DevQops-Ansatz, bei dem die nahtlose Integration verschiedener Test- und Security-Maßnahmen zusätzlich für ein hohes Qualitäts- und Sicherheitslevel sorgt.

Was sind die Vorteile, die durch eine Dev(Q)Ops Kultur entstehen?

Durch die effizientere Abwicklung von Prozessen, verringert sich die Time-to-Market von Features und Angeboten. Das heißt: sie sind schneller am Markt verfügbar. Damit werden Releases immer stabiler und die Zyklen lassen sich von mehreren Monaten auf wenige Tage oder gar Stunden reduzieren. Auch neue Produkte und Merkmale können innerhalb kürzester Zeit einfach integriert werden. Das sind heutzutage wichtige Faktoren, die einen klaren Wettbewerbsvorteil bedeuten. Der beste Nebeneffekt ist, dass durch die Reduzierung des Aufwands und durch Automatisierung Kosten gespart und Fehler reduziert werden. Hinzu kommt, dass die Motivation von Mitarbeitern und Partnern, durch die gemeinsame Verantwortung für ein Produkt oder Ergebnis, steigt. Kurz gesagt:  DevQops ist schnell, gut, günstig und schweißt zusammen. Außerdem profitiert der Endkunde von einer reibungslosen Anwendung, die mit seinen Wünschen wächst.

Für welche Unternehmen beziehungsweise Branchen ist das besonders interessant?

Das ist vor allem für große Unternehmen interessant, die festgefahrene Strukturen und eine, über einen langen Zeitraum gewachsene, IT-Infrastruktur aufweisen. Denn in kleinen Unternehmen und Start-ups wird DevOps in der Regel schon von Anfang an gelebt.  Der Vorteil der jungen, flexiblen Unternehmen ist,  dass sie Trends schnell erkennen und umsetzen können. Je größer das Unternehmen, desto komplexer die Prozesse. Das Problem dabei ist, dass dabei Abhängigkeiten entstehen, deren Komplexität in der Regel zu unnötigen Investitionen in zusätzliche Infrastrukturen führt, um Release Planungen aufrecht zu erhalten. Liefert ein Projekt nicht pünktlich, kann ein anderes mit dem nächsten Schritt nicht weiter machen. Einhergehend mit dem Risiko, dass dabei schnell mal ein Test-Stau entsteht, lösen sich ganze Planungen schnell in Wohlgefallen auf. In der Zeit können sich Anforderungen von Markt und Kunden schon wieder vollkommen verändert haben. Davon sind große Unternehmen branchenübergreifend betroffen, deswegen brauchen genau diese einen DevQops Ansatz, um technisch, kulturell und qualitativ marktgerecht agieren zu können.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal der T-Systems Multimedia Solutions beim Thema DevOps?

Die große Herausforderung liegt im Q – und wie ich bereits erwähnt habe, steht das ja nicht für Quantität, sondern für Qualität. Schnell Releases auszuliefern ist ja nicht das Problem. Die Kunst dabei ist, qualitativ gute Entwicklungen zu liefern. In Sachen Test und Security sind wir da schon sehr versiert. Wir bieten Unternehmen ein DevOps Reifegrad-Modell an, das genau abbildet wo ein Unternehmen steht, um so die Probleme beziehungsweise den Bedarf aufzudecken. Dieses umfasst zwei Dimensionen: den kulturellen und technischen Reifegrad. Auf dieser Basis können einzelne Bausteine individuell bereitgestellt werden – sodass ein risikoloser Einstieg in das Thema ermöglicht wird.

 

Webinar Nutzen und Einsatz von DevOps in deutschen Unternehmen am 19. Mai 2017
Wie sieht der Einsatz von DevOps in anderen Unternehmen aus? Welche Wettbewerbsvorteile werden geschaffen? Welche Rolle spielen Tools und Teams?
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