Es liegt in der Natur der Sache: Die IT gilt als größter Treiber der Digitalisierung in Unternehmen. Hier entstehen die innovativsten Lösungen, wird programmiert und experimentiert. Wer also auf der Suche nach Trends ist, wird in der IT am ehesten fündig. Kein Unternehmen kommt heute mehr um eine solide IT-Infrastruktur herum. Wer auch nur ansatzweise mit den Mitbewerbern mithalten will, muss zumindest die wichtigsten Trends und Entwicklungen für seine eigene Branche in der IT verfolgen und oftmals auch umsetzen. Sei es die Auslagerung von Geschäftsprozessen in die Cloud oder aber die Effizienzsteigerung in der Software-Entwicklung durch DevOps: Die IT wird in den kommenden Jahren die Basis für mehr Flexibilität, Wendigkeit und Geschwindigkeit in den Geschäftsprozesse liefern – und zwar über alle Branchen hinweg. Hieraus ergeben sich für dieses Jahr einige Kerntrends für die IT:

DevOps for Business: Es profitieren alle – nicht nur die IT
Der Begriff „DevOps” ist in der IT-Abteilung ein bekannter, feststehender Begriff. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Beschleunigung von Prozessen rund um die Software-Entwicklung ist aktuell primär für Techniker ein Thema – doch was bringt diese Vorgehensweise auf wirtschaftlicher Ebene? Das Thema DevOps muss dieses Jahr auf ein neues Level gehoben werden. Damit nicht nur die IT, sondern auch die Businessabteilungen verstehen, welche ökonomischen und strategischen Vorteile die kontinuierliche Software-Entwicklung ihrem Business bringt. Um gute Ergebnisse zu erzielen, müssen Qualität und integrierte Sicherheit dabei von Anfang an und zu jedem Zeitpunkt der fortschreitenden Entwicklung mitgedacht und integriert werden.

Multicloud: Polygam in die Cloud
Unternehmen lagern immer mehr Dokumente, Prozesse und Infrastrukturen in die Cloud aus, um ihre IT-Umgebung flexibler an ihre Bedürfnisse anzupassen und unabhängiger wachsen zu können. Ob Server, Public oder Private Cloud – die Varianten des Hostings sind zahlreich. Mit fortschreitender Digitalisierung und Vernetzung von Alltagsgegenständen erlebt auch das Internet of Things eine Hochzeit und verlangt Unternehmen mehr Flexibilität und Agilität ab als je zuvor. Nicht nur aus diesem Grund wird die Speicherung von Daten in der Cloud immer häufiger genutzt. Rund 54 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern greifen auf Speicher, Rechenleistung oder Software aus der Cloud. Im nächsten Jahr und den Folgejahren ist davon auszugehen, dass noch mehr Unternehmen die Vorteile erkennen und entsprechend umstellen werden. Dabei müssen sie jedoch das passende Cloud-Modell für ihre Geschäftsabläufe finden. Dabei werden Unternehmen nicht auf eine Cloud alleine setzen – Multi-Cloud heißt die Lösung, bei der verschiedene Clouds für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden. Die einzelnen Clouds werden dann alle in die firmeneigene Cloud-Infrastruktur integriert.

Blockchain: So revolutionär, wie das Internet
Die Blockchain-Technik wird derzeit immer stärker fokussiert. Im übertragenden Sinne ist die Blockchain für die Transaktion das, was das Internet für die E-Mail ist: Die technologische Basis für den Übermittlungsvorgang.  Der ursprüngliche Sinn der Blockchain war es, Zahlungen zwischen zwei Parteien ohne einen Mittler – in dem Fall die Bank – zu ermöglichen – also Peer-to-Peer. Aber das funktioniert ebenso gut mit anderen Werten und in anderen Branchen: Vom Energiebereich über den öffentlichen Sektor bis hin zur Industrie. Wenn mein Nachbar eine Solaranlage hat, warum verkauft er seinen Strom nicht direkt an mich, sondern an einen Energiekonzern, der diesen Strom wiederum verteilt? Wieso sollen Lieferketten aufwendig dokumentiert werden, wenn doch alle relevanten Informationen über die Ware in der Blockchain gespeichert sind und damit die Historie exakt nachzuvollziehen ist? So können durch die Blockchain-Prozesse nicht nur effizienter und transparenter, sondern auch sicherer abgewickelt werden und sind zudem hoch redundant. Denn die Blockchain kann nicht gelöscht werden. Wenn beispielsweise ein Knoten ausfällt, bedeutet das nicht, dass die Informationen verloren sind. Denn sie sind weiterhin auf den restlichen Knoten gespeichert. Die Sicherheit des Systems wird durch drei Faktoren gewährleistet: Zum einen müssen alle Anwender einen „Proof-of-Work“ erbringen, ähnlich wie eine Authentifizierung, der sie als vertrauenswürdige Nutzer verifiziert. Zum anderen sind alle Transaktionen für jeden Nutzer einsehbar, wodurch eine Manipulation  quasi unmöglich ist. Zu guter Letzt sind alle Daten dezentral auf verschiedenen Systemen gespeichert und erschweren damit eine Manipulation zusätzlich. Die Blockchain steht also für eine Ende-zu-Ende Sicherheit und schafft eine vertrauliche Kommunikation zwischen zwei unbekannten Parteien und ist damit ein großes Zukunftsthema.

 

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