Unzählige Jecke stehen momentan bereit, um, egal bei welchem Wetter, ihre Karnevalssession gebührend zu beenden. Eines der wichtigsten Ereignisse dabei? Der Rosenmontagszug. Wenn die Jecken wieder unterwegs sind, um ihre liebste Jahreszeit zu feiern, darf es gerne ausgelassen und fröhlich zugehen. Dabei ist das diesjährige Motto zugleich Programm: „Mir Kölsche danze us der Reih“. Damit sich aber in Zukunft beim Rosenmontagszug niemand die Pappnase stößt oder aber die Festwagen zu lange an einer Stelle stehen, haben Telekom Security und T-Systems Multimedia Solutions eine Lösung für die Altstädter Köln 1922 eV im Auftrag aller Traditionskorps des Kölner Karnevals entwickelt. Mit einer App werden die Prunk- und Persiflagewagen getrackt, um so im Nachhinein per Big Data Analyse den Verlauf des Zuges auszuwerten.

Karneval, das ist so eine Sache für sich. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst, aber in jedem Fall ein Ereignis, das in der ganzen Republik für Aufsehen sorgt. In der Kölner Innenstadt werden an Rosenmontag über 200 Wagen unterwegs sein. Doch in diesem Jahr werden 180 davon digital begleitet und getrackt. Jetzt fragt sich der ein oder andere sicherlich, warum das Ganze? Jeder, der aber einmal einen Rosenmontagszug besucht hat, weiß, dass es beim Zug nicht anders von statten geht, als auf vollen Autobahnen auch: Es kommt zu Staus und Verzögerungen. Wo es beim Kölner Zugweg aber ganz genau hakt, konnte in der Vergangenheit keiner mit Sicherheit sagen.

Und so entwickelte das Magenta-Duo eine App, mit der die Traditionskorps die Standorte der 180 Wagen des Rosenmontagszuges zurückverfolgen können. Für das Tracking ist keine spezielle Hardware nötig, sondern jeder Fahrer kann seinen Wagen einfach per App tracken lassen. Die Lösung ist nicht nur einfach in der Handhabung, sondern auch kostengünstig: die Fahrer können die App herunterladen, sich mit dem Vereinsnamen einloggen und schon läuft die App mit dem Zug mit und übermittelt regelmäßig den Standort des Wagens. Sollte das Netz einmal ausbleiben, werden die Daten auch offline weiter gesammelt und dann sicher gesendet, sobald die Verbindung wieder verfügbar ist.

Nach dem Karneval ist vor dem 11.11.
Spannend wird die Auswertung dann im Anschluss an den Rosenmontagszug. Anhand einer Heat Map, die die Kölner Strecke des Rosenmontagszuges anzeigt, werden die erforderlichen Daten visualisiert – daraus ergibt sich dann am Ende die Bewegungsführung des Zuges. Rote Bereiche stehen für starke Staustellen, bei grünen Bereichen lief es flüssig.

Dieses Jahr gibt es an Rosenmontag also nicht nur Kamelle und Strüßje, sondern auch die gesammelten Daten des Zuges. Damit lässt sich zurückverfolgen, wie sich die Wagen bewegt haben, wann es sich gestaut hat und wie lange die Wagen an welchem Ort gestanden haben. Mit Schiebereglern können die Karnevalsvereine auch bestimmte Zeiträume auswählen, die von besonderem Interesse sind. Beispielsweise alle Wartezeiten, die länger als eine Minute gedauert haben. Dieses Wissen wird archiviert und hilft, in den nächsten Jahren die Streckenführung zu optimieren. Die Altstädter stehen bei dem Projekt stellvertretend und federführend für die neun Traditionskorps Kölns, die alle gemeinsam bei dieser Aktion teilnehmen.

Na dann: Kölle Alaaf!

 

> Referenz Altstädter Köln 1922 e.V.
Tracking des Kölner Rosenmontagszugs

 

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